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Teilnahmerekord für Drei-Gemeinden-Tour

Mit einem Teilnahmerekord ist die siebte „Drei-Gemeinden-Tour“ gestartet. Es sind vor allem die zu allen Jahreszeiten äußerst reizvolle und abwechslungsreiche Naturlandschaft, die längenmäßig und topografisch bedingte sportliche Herausforderung sowie die noch sichtbaren historischen Zeugnisse, die diese von der Gemeinde Tholey bereits seit 2017 angebotene, von Wanderführer Klaus Linnenbach zusammengefügte und mit vielen Informationen begleitete Mittelstreckenwanderung ausmachen. So konnte die Veranstaltung bei ihrer siebten Auflage mit 36 Teilnehmenden (20 Frauen, 16 Männer) einen Teilnahmerekord verzeichnen. Bei gutem Wanderwetter führte der Weg mit Start an der Christus- und Marienverehrungsstätte am „Wachsgutweg“ in Theley zunächst über den bewaldeten Theleyer „Saukopf“, entlang der wilden Schlucht des gleichnamigen Bachs absteigend, bis ins südliche Teil des Groniger Orletals. Dieser beschauliche und von der hier noch jungen Blies geprägte Talkessel macht gleich zu Beginn durch eine vom ASV Gronig mit viel Liebe gestalteten und gepflegten Weiheranlage mit Schwarzwaldambiente sowie einem Wildbienenlehrpfad und „Waldklassenzimmer“ auf sich aufmerksam. Von hier wurde der ca. 170 Höhenmeter-Aufstieg zum Momberg in Angriff genommen. Nach dem Durchqueren des noch gut sichtbaren Schutzwalls einer vor rund 2500 Jahren auf dem Momberg befindlichen keltischen Fliehburg, wurden alle beim hoch aufragenden Kriegsgefallenendenkmal mit einem grandiosen Fernblick ins St. Wendeler Land belohnt. Hier legte man die erste längere Rast ein und konnte gleichzeitig auf dem dort aufwendig und ideenreich geschaffenen Energie- und Heilplatz frische Kraft für den weiteren Weg auftanken. Über ein Teilstück des „Rötelsteinpfades“, zu dessen namensgebenden Mineral der Wanderführer auch anhand von mitgeführtem Anschauungsmaterial viel Hintergrundwissen weitergeben konnte, durchstreifte die Wandergruppe anschließend den einstmaligen Wald der Abtei Tholey, auch „Pfaffenwald“ genannt. Auf dem sich anschließenden Losenberg folgten die Wanderer gleich einer Zollpatrouille dem historischen Grenzverlauf zwischen dem Saargebiet und dem Deutschen Reich (1920 – 1935), wovon noch zahlreiche Grenzsteine zeugen. Im Oberthaler Bruch angekommen, wurde das dortige Niedermoor über einen langen, schmalen, teils auf dem Wasser schwankenden Holzsteg überquert, um nun auf Nohfeldener Bann  zu gelangen. Im „Gänsemarsch“ führte Klaus Linnenbach seine Mitwanderer anschließend über einen naturbelassenen Wurzelpfad entlang der hier noch quirlig mäandernden jungen Nahe. Hier bot es sich für den Wanderführer an, die topografisch bedingte Eigenschaft von Mom- und Losenberg als Wasserscheide von Nahe und Blies zu erläutern. Nach Überqueren der Landstraße zwischen Selbach und Gronig gelangten die Wanderer wiederum, diesmal jedoch von Norden her, ins Orletal. Die noch junge Blies, die hier – ebenso wie die Nahe – auf Selbacher Bann entspringt, bildet im Folgenden auf einer Teilstrecke die Grenze zwischen Gronig und Theley. Eine letzte Trinkpause wurde beim Rastplatz der sehenswert restaurierten Bliesquelle 3, dem sog. „Häreborre“, eingelegt. Vorbei an mehreren wieder der Natur überlassenen ehemaligen Weiheranlagen folgte letztlich wieder der Aufstieg aus dem Orletal nach Theley. Punktgenau nach den von Klaus Linnenbach prognostizierten fünf Stunden kehrte die sportlich fitte, muntere und gesellige Wandergruppe um viele Heimateindrücke und -informationen bereichert nach ca. 15,5 zurückgelegten Kilometern zum Startpunkt zurück.

(Foto: Klaus Linnenbach)