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Wetter und Natur passten perfekt zur Frühjahrswanderung der Gemeinde

Mit Start und Ziel im Gewerbepark BAB 1 bei Theley führte Klaus Linnenbach im Rahmen des Wanderprogramms der Gemeinde Tholey eine muntere Wandergruppe über 11,5 Kilometer durch eine unter strahlend blauem Himmel liegende Frühlingslandschaft westlich der Autobahn 1. Entlang des Humerswaldes und nach Überquerung der Autobahnbrücke  galt es, mit dem Bitschberg den ersten längeren Anstieg zu bewältigen. Ab hier auf Primstaler Bann, erwartete die Wanderer auf schmalem Waldpfad ein steiler Abstieg in einen einstigen Steinbruch, der sich auf beeindruckende Weise von der Natur zurückgeholt wurde. Hier bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Highlight der Wanderung. Zwischen mit saftig grünem Moos überwachsenen Felsbrocken und hoch aufragenden Laubbäumen, durch deren Blätterdach die Sonnenstrahlen an diesem Tag ein bezauberndes Lichtspiel kreierten, führte der Pfad hinunter ins Tal der Sombach.  Entsprechend dem Bergauf-Bergab-Motto der Tour, folgte nach Überschreiten des wenig oberhalb entspringenden Bachs sofort der nächste, zwar kürzere, aber dennoch knackige Anstieg. Im Anschluss etwas sanfter bergauf wandernd, passierte man die  „Schluppekaul“, auch „Schlumpmatzenkaul“ genannt, die im 30-jährigen Krieg den Einheimischen als Versteck vor den marodierend und mordend durch die Dörfer ziehenden Heere der Schweden und Franzosen diente. Im von mächtigen Buchen und Eichen bewachsenen Belzetwald angekommen, wurden die Wanderer durch vereinzelt noch vorhandene Grenzsteine an die von 1920 bis 1935 hier verlaufende Grenze zwischen dem Saargebiet und dem Deutschen Reich erinnert. Der von hunderten Felsbrocken wahllos gebildete „Steingarten Belzet“ bereichert diesen Waldpfad auf natürliche Weise. Auf engem Pfad stieg die Gruppe jetzt ins Tal der Wiesbach hinab und überquerte das in Richtung Prims abfließende Bächlein. Der ab hier breite Forstweg mündete bei dem an der asphaltierten Zufahrt von Primstal zur Langheck gelegenen, liebevoll mit Bänken und Tischen und einem mächtigen Holzkreuz ausgestatteten besinnlichen Rastplatz. Hier bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei einer Ruhe- und Stärkungspause ein erster Fernblick zu nördlich gelegenen Dörfern unserer Heimat und dem Hochwald. Vorbei an im saftigen Frühjahrsgrün stehenden und mit Feldblumen bunt bewachsenen, almähnlichen Wiesen- und Weideflächen wurde der letzte steile Anstieg zur Langheck und dem mit 502 hm höchsten Streckenpunkt bezwungen. Über die bestens mit Informationstafeln ausgestattete historische Römerstraße und das Naturschutzgebiet „Überrother Wiesenlandschaft“ erreichte man den „Johannes-Kühn-Stein“, zu dessen Hintergrund und Entstehungsgeschichte Klaus zu berichten wusste. Weiter über die Hochfläche Beilstein und durch den so genannten „Hohlgraben“ vom Trausberg absteigend, gelangte die sichtlich und hörbar zufriedene Wandergesellschaft wieder zum Ausgangspunkt dieser rundum gelungenen Frühlingstour.