
Vom Kindergartenbrand bis zum Verkehrsunfall: Bei ihrer Gemeinschaftsübung haben die Jugendfeuerwehren der Gemeinde Tholey rund um den Katholischen Kindergarten St. Bartholomäus in Hasborn-Dautweiler eindrucksvoll gezeigt, wie vielseitig die Arbeit der Feuerwehr ist. In mehreren realitätsnahen Szenarien stellten die Kinder und Jugendlichen ihr feuerwehrtechnisches Wissen, Teamgeist und eine strukturierte Einsatzabwicklung unter Beweis.
Für die Jugendfeuerwehren der Löschbezirke Hasborn-Dautweiler und Bohnental begann die Übung mit einem angenommenen Brand im Kindergarten. Während die Nachwuchskräfte aus Hasborn-Dautweiler die Menschenrettung und Brandbekämpfung vorbereiteten, schützte die Jugendfeuerwehr Bohnental das benachbarte Kirchengebäude mit einer Riegelstellung vor einer möglichen Brandausbreitung.
Mit einem Gefahrguteinsatz wurde die Jugendfeuerwehr Bergweiler-Sotzweiler konfrontiert. Aus einem Fass auf einem Fahrzeuganhänger trat eine zunächst unbekannte Flüssigkeit aus, die als Heizöl identifiziert werden musste. Neben der Absicherung der Einsatzstelle und der Sicherstellung des Brandschutzes stand dabei auch die Vermittlung der Gefahren brennbarer und umweltgefährdender Stoffe im Mittelpunkt. Anschließend wurden der Einsatzleitwagen und der Gerätewagen-Atemschutz vorgestellt. Auch die Einsatzmöglichkeiten der im Einsatzleitwagen mitgeführten Drohne wurden den Kindern und Jugendlichen sowie den Zuschauern vorgeführt.
Die Jugendfeuerwehr Tholey musste bei einem simulierten Verkehrsunfall zwei verletzte Personen retten. Eine Übungspuppe lag unter dem Fahrzeug, eine weitere war im Innenraum eingeschlossen. Nach der Absicherung der Unfallstelle und der Sicherstellung des Brandschutzes erfolgten eine Sofortrettung sowie eine möglichst schonende Rettung des Fahrers mithilfe eines Spineboards.
Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Einsatz der Jugendfeuerwehren Theley und Bergweiler-Sotzweiler bei einem angenommenen Brand im Vereinshaus. Im Mittelpunkt stand die Personenrettung aus dem ersten Obergeschoss über eine mit einer Steckleiter errichtete schiefe Ebene. Parallel dazu wurden ein Löschangriff aufgebaut, die Menschenrettung und Brandbekämpfung vorbereitet sowie das angrenzende Gebäude geschützt.
„Die Gemeinschaftsübung zeigt, mit wie viel Engagement und Verantwortungsbewusstsein sich die Kinder und Jugendlichen auf den Feuerwehrdienst vorbereiten. Eine starke Jugendfeuerwehr ist die Grundlage dafür, dass die Freiwillige Feuerwehr auch in Zukunft gut aufgestellt ist. Mein Dank gilt allen, die diese wichtige Nachwuchsarbeit mit großem Einsatz unterstützen“, betonte Bürgermeister Andreas Maldener.
Auch Jugendfeuerwehrbeauftragte Jutta Wagner zog eine positive Bilanz: „Die verschiedenen Einsatzszenarien haben den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, ihr erlerntes Wissen unter realistischen Bedingungen anzuwenden. Besonders wichtig sind dabei die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den einzelnen Löschbezirken. Die Übung hat gezeigt, mit wie viel Motivation und Teamgeist unser Feuerwehrnachwuchs bei der Sache ist.“
Die Gemeinschaftsübung bot zugleich Gelegenheit, das Zusammenspiel der Jugendfeuerwehren aus den verschiedenen Löschbezirken zu trainieren. Neben feuerwehrtechnischen Fähigkeiten waren Kommunikation, umsichtiges Handeln und gegenseitige Unterstützung gefragt.
Ein besonderer Dank galt den Kindern und Jugendlichen sowie den Betreuerinnen und Betreuern der Jugendfeuerwehren für die intensive Vorbereitung und Durchführung. Dank galt außerdem dem Hausmeister, dem Küchenteam, allen Helferinnen und Helfern sowie den Verantwortlichen, die den Kindergarten, das Vereinshaus und weitere örtliche Gegebenheiten als Übungsobjekte zur Verfügung stellten. „Auch das Interesse der zahlreichen Zuschauer unterstrich die Bedeutung der Jugendarbeit innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Tholey“, so Jutta Wagner und Andreas Maldener.
