„Café im Klostergarten“ erweitert gastronomisches Angebot an der Abtei Tholey
29. April 2026

Nicht jeder Hexenstreich war  gelungen

Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai heißt im Volksmund „Hexennacht“. Seit  Jahrhunderten ist es für Kinder und Jugendliche ein schöner Brauch, in dieser Nacht  so manchen Unsinn und Schabernack anzustellen. Solange die Scherze und Streiche sich in Grenzen halten, ist das auch völlig in Ordnung. Leider ist das jedoch nicht immer der Fall.  Denn auch in diesem Jahr wurde die Regel, dass die Streiche erlaubt sind, solange keine Sachen oder Menschen zu Schaden kommen, nicht überall eingehalten.

Menschen waren zum Glück zwar nicht betroffen, wohl aber einige Gebäude und Spielplätze. Mit am schlimmsten getroffen hatte es wohl neben der Grundschule in Theley ausgerechnet die Jugendfreizeitanlage beim Abteistadion in der Straße „Zum Klosterbrühl“ in Tholey. Sie wurden durch Rasierschaum, Müll, Eier und Toilettenpapier stark verunreinigt.

So meldete eine empörte Bürgerin der Gemeindeverwaltung Rasierschaum auf den Skaterampen, dem Bolzplatz, den Toren, der Tischtennisplatte und den Reckstangen an der Jugendfreizeitanlage Tholey. Das führte nicht nur zu rutschigen Flächen, die im Rasierschaum enthaltenen Stoffe können auch die Oberflächen angreifen und schädigen. Auch der gerade erst neu errichtete Unterstand wurde verschmutzt, wodurch mögliche Schäden an der Lasur nicht ausgeschlossen werden können.

Dass hier Kinder oder Jugendliche ihre „eigene“ Anlage teilweise unbrauchbar machten, ist kaum verständlich. Diese wurde erst vor knapp zwei Jahren für rund 270.000 Euro neu gebaut. Denn obwohl weit über  300 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren unter den rund 2.260 Einwohnerinnen und Einwohnern des Ortes sind, gab es für diese keine echten Aufenthalts- oder Freizeitmöglichkeiten.

Die Anlage lädt nicht nur zum gemütlichen Verweilen ein, sondern auch und vor allem zum Bewegen: Denn neben einer Begegnungsstätte mit Sitzgelegenheiten und Grillstelle gibt es ein Multifunktionsspielfeld mit Fußballtoren und Baskettballkörben sowie einen Platz zum Skaten. Abgerundet wird das Ganze durch mehrere Reckstangen und eine Tischtennisplatte und einen neuen Unterstand.

„Natürlich hat niemand etwas gegen Spaß oder Streiche an Hexennacht. Problematisch wird es aber dann, wenn öffentliches oder privates Eigentum beschädigt wird, weil dies keine Kavaliersdelikte mehr sind“, so Bürgermeister Andreas Maldener. Dabei dankte er der aufmerksamen Bürgerin, die den Schaden an die Gemeinde gemeldet hatte und auch schon selbst für die ersten Säuberungsmaßnahmen sorgte sowie dem Bauhof, der einiges an Arbeit und Aufwand (und damit auch Steuergeld) investieren musste, um die Jugendfreizeitanlage wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen.