

Bemerkenswerte Geistesgegenwart und Hilfsbereitschaft haben Nico Ludwig und Fabian Fuchs aus Hasborn-Dautweiler an einem Samstagabend auf dem Heimweg von St. Wendel bewiesen. Als der Fahrer ihres Nachtbusses in Tholey plötzlich über Herzprobleme klagte und medizinische Hilfe benötigte, reagierten die beiden jungen Männer ohne zu zögern. Sie alarmierten den Rettungsdienst und kümmerten sich um den angeschlagenen Busfahrer, bis professionelle Hilfe eintraf.
Nico Ludwig und Fabian Fuchs waren an besagtem Abend die einzigen Fahrgäste des Nachtbusses von St. Wendel in Richtung Hasborn. An der Haltestelle „Am Weiher“ in Tholey sprach der Busfahrer die beiden an. Er klagte über Herzprobleme, war kurzatmig und wirkte zunehmend benommen. Schnell wurde deutlich: er braucht dringend medizinische Unterstützung. Die beiden jungen Männer erkannten den Ernst der Lage und handelten ohne zu zögern. Während einer von ihnen den Notruf verständigte, kümmerte sich der andere um ihren Chauffeur. Gemeinsam betreuten sie den Mann, bis der alarmierte Rettungsdienst eintraf und die weitere medizinische Versorgung übernahm.
Auch danach bewiesen Nico Ludwig und Fabian Fuchs Verantwortungsbewusstsein. Sie sorgten dafür, dass der Bus ordnungsgemäß verschlossen wurde, ehe sie dann den Heimweg antraten. Dies dann nicht mehr mit dem Bus, sondern von einem verständigten Elternteil.
Bürgermeister Andreas Maldener würdigte das vorbildliche Verhalten der beiden jungen Männer: „Nico Ludwig und Fabian Fuchs haben in einer unerwarteten und möglicherweise lebensbedrohlichen Situation genau das Richtige getan: Sie haben nicht weggeschaut, sondern Verantwortung übernommen, Hilfe gerufen und sich um einen Menschen in Not gekümmert. Dieses besonnene und entschlossene Handeln verdient großen Respekt und Anerkennung. Die beiden haben gezeigt, dass es nicht immer besonderer Kenntnisse bedarf, um in einem entscheidenden Moment wertvolle Hilfe zu leisten. Ihr Verhalten ist ein hervorragendes Beispiel für gelebte Mitmenschlichkeit und Zivilcourage.“
Auch der Hasborn-Dautweiler Ortsvorsteher Martin Backes zeigt sich beeindruckt: „Es macht stolz, wenn junge Menschen aus unserem Dorf in einer solchen Situation so verantwortungsbewusst handeln. Nico und Fabian haben nicht lange überlegt, sondern erkannt, dass ein Mensch dringend Unterstützung benötigt. Sie haben Ruhe bewahrt und sich gekümmert, bis der Rettungsdienst vor Ort war. Dieses Verhalten ist keineswegs selbstverständlich und verdient ein großes Lob. Beide können mit Recht stolz auf das sein, was sie getan haben.“
Der Vorfall macht deutlich, wie wichtig es ist, bei medizinischen Notfällen schnell und entschlossen zu reagieren. Insbesondere bei plötzlich auftretenden Herzbeschwerden, Atemnot oder Bewusstseinsstörungen zählt häufig jede Minute.
Im Ernstfall sollte deshalb unverzüglich der Rettungsdienst unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 verständigt werden. Dabei sind möglichst genaue Angaben zum Standort, zur Art des Notfalls und zum Zustand der betroffenen Person wichtig. Die Fragen der Rettungsleitstelle sollten beantwortet und deren Anweisungen befolgt werden.
Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sollte die betroffene Person möglichst ruhig betreut und ihr Zustand fortlaufend beobachtet werden. Bei Bewusstlosigkeit muss die Atmung kontrolliert werden. Ist eine normale Atmung vorhanden, wird die Person in die stabile Seitenlage gebracht. Fehlt die normale Atmung, muss unverzüglich mit der Wiederbelebung begonnen werden. Ein verfügbarer automatisierter externer Defibrillator (AED) kann dabei zusätzlich helfen.
Entscheidend ist vor allem, nicht untätig zu bleiben. Bereits das rechtzeitige Absetzen eines Notrufs und die Betreuung eines Menschen in einer medizinischen Notlage können einen wichtigen Beitrag leisten.
Mit ihrem beherzten Eingreifen haben Nico Ludwig und Fabian Fuchs gezeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein im Alltag sind. Ihr Einsatz ist ein Beispiel dafür, dass jeder Mensch durch entschlossenes Handeln in einer Notsituation helfen kann.
Der Busfahrer konnte nach dem Zwischenfall seinen Dienst übrigens noch nicht wieder antreten. Nach Angaben von SaarMobil befindet er sich inzwischen aber auf dem Weg der Besserung.
