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3. September 2026

Atemschutzwerkstatt und Waldbrandlöschfahrzeug in Hasborn-Dautweiler feierlich eingeweiht

Gleich zwei bedeutende Investitionen in die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit des Brand- und Katastrophenschutzes wurden am Feuerwehrstandort Hasborn-Dautweiler offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Mit der Einweihung der neuen Atemschutzwerkstatt im Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses sowie der Segnung des neuen Waldbrandlöschfahrzeugs konnte ein wichtiger Meilenstein für die Feuerwehr der Gemeinde Tholey und die überörtliche Zusammenarbeit im Landkreis St. Wendel gefeiert werden.

Das neue Waldbrandlöschfahrzeug, das künftig beim Löschbezirk Hasborn-Dautweiler stationiert ist, ist Teil des Fachzugs Waldbrand im Landkreis St. Wendel. Im Rahmen einer Feierstunde wurde das Fahrzeug von Diakon Michael Stephan eingesegnet.

Bürgermeister Andreas Maldener betonte die große Bedeutung beider Maßnahmen für die Sicherheit der Bevölkerung und die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr. „Unsere Feuerwehrangehörigen leisten tagtäglich und ehrenamtlich einen unverzichtbaren Dienst für die Allgemeinheit. Sie verdienen nicht nur unseren Respekt und unsere Anerkennung, sondern auch die bestmögliche Ausstattung und moderne Rahmenbedingungen, um ihre anspruchsvollen Aufgaben sicher und professionell erfüllen zu können“, erklärte Maldener.

Das neue Waldbrandlöschfahrzeug stellt einen wichtigen Bestandteil der kreisweiten Einsatzkonzeption dar. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 580.000 Euro. Davon werden etwa 400.000 Euro aus Mitteln der Feuerschutzsteuer finanziert. Das Fahrzeug steht als Bestandteil des Fachzugs Waldbrand künftig auch für überörtliche Einsätze zur Verfügung und stärkt damit die interkommunale Zusammenarbeit im Landkreis St. Wendel.

Die Beschaffung des Fahrzeugs verlief jedoch nicht vollständig ohne Schwierigkeiten. Bürgermeister Maldener sprach bei der Feierstunde auch die Verzögerungen bei der Lieferung des Fahrzeugaufbaus an. Während das Fahrgestell des Unimogs zuverlässig und planmäßig zur Verfügung gestellt worden sei, habe es beim Aufbau zu Verzögerungen bei der Auslieferung gegeben. Auch der Umgang mit den ehrenamtlich engagierten Feuerwehrangehörigen im Rahmen der Planung sei aus Sicht der Verantwortlichen nicht immer zufriedenstellend gewesen.

Umso mehr freue man sich nun, dass das Fahrzeug offiziell seiner Bestimmung übergeben werden könne. Die zunehmende Bedeutung einer leistungsfähigen Waldbrandbekämpfung zeige sich insbesondere angesichts der zahlreichen Wald- und Vegetationsbrände der vergangenen Monate.

Bürgermeister Maldener würdigte in diesem Zusammenhang ausdrücklich den Einsatz aller beteiligten Hilfsorganisationen. „Die Einsätze der vergangenen Monate haben eindrucksvoll gezeigt, welchen Herausforderungen sich unsere Einsatzkräfte heute stellen müssen. Gerade bei außergewöhnlichen und lang andauernden Einsatzlagen ist es von entscheidender Bedeutung, dass Feuerwehr, THW, DRK und alle weiteren Hilfsorganisationen Hand in Hand arbeiten und sich auf eine leistungsfähige Ausstattung verlassen können“, so Maldener.

Landrat Udo Recktenwald verwies auf die hohe Zahl von Wald- und Vegetationsbränden im Saarland. In diesem Jahr mussten die Einsatzkräfte bereits bei einer Vielzahl entsprechender Ereignisse ausrücken. Besonders fordernde Einsatzlagen gab es unter anderem in Nonnweiler, Freisen und zuletzt in Hirzweiler, wo ein Waldbrand eine Fläche von rund 18 Hektar zerstörte.

Auch Staatssekretär Torsten Lang, der beim Einsatz in Hirzweiler selbst vor Ort war, würdigte den außergewöhnlichen Einsatz der Feuerwehr und der gesamten Blaulichtfamilie. Gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr sowie des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes wurde deutlich, wie wichtig eine funktionierende Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen für die Bewältigung großer Schadenslagen ist.

Neben der Indienststellung des neuen Waldbrandlöschfahrzeugs stand die offizielle Einweihung der neuen Atemschutzwerkstatt im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Mit der neuen Einrichtung übernimmt die Gemeinde Tholey künftig gemeinsam mit den Gemeinden Marpingen und Nonnweiler eine wichtige Aufgabe im Bereich der Atemschutztechnik. Insgesamt werden rund vier Millionen Euro in den Feuerwehrstandort Hasborn-Dautweiler investiert. Das Innenministerium unterstützt das Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 1,941 Millionen Euro sowie weiteren Mitteln aus der Feuerschutzsteuer.

Bürgermeister Maldener unterstrich die besondere Bedeutung dieser Investition für die Zukunft des Feuerwehrstandortes. „Mit der neuen Atemschutzwerkstatt schaffen wir moderne und sichere Arbeitsbedingungen für eine Aufgabe, die für den Einsatzdienst von zentraler Bedeutung ist. Die Atemschutzgeräte müssen jederzeit zuverlässig funktionieren. Dafür braucht es nicht nur qualifizierte und engagierte Menschen, sondern auch Räumlichkeiten und technische Ausstattung, die den heutigen Anforderungen entsprechen“, erklärte der Bürgermeister.

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung wurde der neue Anbau symbolisch seiner Bestimmung übergeben. Gleichzeitig gehen die Arbeiten am Feuerwehrstandort weiter. Im Bestandsgebäude werden weitere Maßnahmen umgesetzt, zudem steht die Gestaltung des Umfeldes noch an.

Besonders hob Bürgermeister Maldener dabei das große Engagement der Feuerwehrangehörigen hervor, die sich auch über ihren eigentlichen Einsatzdienst hinaus in vielfältiger Weise für ihren Standort und ihre Feuerwehr einsetzen.

„Mein besonderer Dank gilt allen Feuerwehrakteuren auf allen Ebenen, die mit ihrem Wissen, ihrem Einsatz und ihrem ehrenamtlichen Engagement zum Gelingen dieses wichtigen Projekts beigetragen haben. Ebenso danke ich den beteiligten Unternehmen sowie allen Planern, Handwerkern und weiteren am Bau Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und ihren Einsatz“, sagte Maldener.

„Ein ganz besonderer Dank gilt auch der Landesregierung und dem Landkreis für die finanzielle Unterstützung. Diese Förderung ist ein wesentlicher Baustein bei der Umsetzung dieses wichtigen Projekts. Gemeinsam investieren wir damit nachhaltig in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger und in die Zukunftsfähigkeit unserer Feuerwehr“, ergänzte der Bürgermeister.

Die neue Atemschutzwerkstatt ist modern und funktional aufgebaut und ermöglicht klar strukturierte Arbeitsabläufe. Eine konsequente räumliche Trennung zwischen dem sogenannten schwarzen und weißen Bereich gewährleistet dabei höchste Sicherheits- und Hygienestandards.

Im schwarzen Bereich wird die Ausrüstung bearbeitet, die unmittelbar aus Einsätzen zurückkehrt. Hier werden die Geräte zunächst erfasst, abgestellt und für die weitere Bearbeitung vorbereitet. Die eingesetzte Ausrüstung wird anschließend gereinigt und desinfiziert.

Atemschutzmasken werden maschinell aufbereitet und danach in speziellen Trockenschränken getrocknet. Auch die Atemluftflaschen werden in der neuen Werkstatt fachgerecht befüllt. Moderne Schlauchsysteme mit Schnellkupplungen erleichtern dabei die Arbeit erheblich und reduzieren die körperliche Belastung der Gerätewarte.

Im sogenannten weißen Bereich erfolgt anschließend die technische Prüfung der gereinigten Geräte. Mithilfe moderner Prüftechnik wird jedes einzelne Bauteil kontrolliert, um die volle Einsatzbereitschaft der Atemschutzgeräte sicherzustellen. Nach erfolgreicher Prüfung werden die Ausrüstungsgegenstände staubdicht verpackt und im Lager für den nächsten Einsatz bereitgehalten.

Die durchdachte Gestaltung der Räumlichkeiten ermöglicht dabei kurze Wege und effiziente Arbeitsabläufe. Über einen separaten Zugang können die gereinigten und geprüften Geräte schnell wieder den Einsatzfahrzeugen zugeführt werden.

Bürgermeister Maldener fasste die Bedeutung der Maßnahmen abschließend zusammen: „Die Investitionen in Hasborn-Dautweiler sind Investitionen in die Sicherheit unserer gesamten Gemeinde und weit darüber hinaus. Mit dem neuen Waldbrandlöschfahrzeug und der modernen Atemschutzwerkstatt stärken wir unsere Feuerwehr nachhaltig und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass unsere Einsatzkräfte auch künftig bestmöglich für die Herausforderungen ihrer wichtigen Arbeit gerüstet sind.“

Mit der offiziellen Einweihung der neuen Atemschutzwerkstatt und der Segnung des Waldbrandlöschfahrzeugs wurde damit ein weiterer wichtiger Schritt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens in der Gemeinde Tholey und im Landkreis St. Wendel vollzogen.