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Richtfest für den Kindercampus in Hasborn-Dautweiler

Ein neuer Ort für Bildung und Betreuung entsteht

Ein besonderer Moment für Hasborn-Dautweiler: Nur wenige Monate nach dem offiziellen Baubeginn konnte am neuen Kindercampus in Hasborn-Dautweiler bereits Richtfest des Kindercampus gefeiert werden. Wo vor kurzer Zeit noch die ersten Arbeiten auf dem Gelände liefen, lässt sich inzwischen deutlich erkennen, wie der künftige Bildungs- und Betreuungsstandort aussehen wird.

Der Neubau soll künftig verschiedene Angebote an einem Ort zusammenführen. Im Erdgeschoss wird eine moderne Kindertagesstätte entstehen, im darüberliegenden Geschoss sind Räume für die Freiwillige Ganztagsschule und schulische Angebote vorgesehen. Damit werden Betreuung, Bildung und Ganztagsangebote räumlich miteinander verbunden, ohne dass die unterschiedlichen Bereiche ihre Eigenständigkeit verlieren.

Bürgermeister Andreas Maldener sieht in dem Vorhaben weit mehr als einen weiteren Neubau. „Der Kindercampus ist darauf ausgerichtet, die örtlichen Strukturen langfristig zu stärken und die vorhandenen Möglichkeiten sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Durch die unmittelbare Nähe zur Grundschule und zur Sporthalle können Wege kurzgehalten und bestehende Einrichtungen gemeinsam genutzt werden. Besonders ist dabei die Art der Errichtung. Das Gebäude wird als Kombination aus Holz- und Stahlkonstruktion in Modulbauweise realisiert. Die einzelnen Bauteile werden weitgehend vorgefertigt zur Baustelle gebracht und dort zusammengesetzt. Ein großer Teil der Arbeiten, die bei einer klassischen Baustelle vor Ort durchgeführt werden müssten, konnte dadurch bereits im Werk erledigt werden. Das erklärt die vergleichsweise kurze Bauzeit“, so Maldener.

Beim Richtfest wurde deutlich, welche Entwicklung das Projekt in kurzer Zeit genommen hat. Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot würdigte insbesondere die Geschwindigkeit, mit der der Neubau umgesetzt wird. Der Kindercampus sei ein Beispiel dafür, wie durch neue Wege beim Bauen dringend benötigte Betreuungs- und Bildungsangebote zeitnah geschaffen werden könnten. Zugleich entstehe ein Ort, an dem Kinder über mehrere wichtige Stationen ihres Bildungsweges hinweg begleitet werden.

Thorsten Lang, Staatssekretär im saarländischen Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, betonte, „dass hier etwas Schönes und etwas Besonderes entsteht und dass das Projekt Schule machen kann“.

Martina Weyand, die in Vertretung von Landrat Udo Recktenwald anwesend war, stellte lobend fest, dass hier etwas Gigantisches entstehe.

Der neue Campus bietet auf rund 2.000 Quadratmetern Raum für insgesamt 122 Kita-Plätze. Davon entfallen 22 Plätze auf die Betreuung von Kindern unter drei Jahren, weitere 100 Plätze stehen für Kindergartenkinder zur Verfügung. Hinzu kommen Räume für die Ganztagsbetreuung und schulische Nutzung sowie ein gemeinsamer Mensa- und Verpflegungsbereich.

Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass Kita und Schule zwar unter einem Dach untergebracht sind, aber jeweils über eigenständige Bereiche verfügen. Dadurch können beide Einrichtungen unabhängig voneinander funktionieren. Gleichzeitig eröffnet die gemeinsame Infrastruktur Möglichkeiten, Flächen und Angebote effizient zu nutzen.

Auch die technische Ausstattung ist auf einen langfristig sparsamen und nachhaltigen Betrieb ausgerichtet. Eine Photovoltaikanlage liefert einen Teil des benötigten Stroms. Für Heizung und Kühlung kommt eine Wärmepumpe zum Einsatz. Eine moderne Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung trägt zusätzlich dazu bei, den Energieverbrauch niedrig zu halten. Das gesamte Gebäude wird barrierefrei zugänglich sein.

Von dem Projekt profitieren nicht zuletzt Unternehmen aus der Region. Mehrere Betriebe aus der Gemeinde Tholey und dem näheren Umfeld sind an der Umsetzung beteiligt. Dazu gehören unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Elektroinstallation, Sanitärtechnik und Stahlbau. Auch die Planungsleistungen wurden an regionale Büros vergeben. Damit bleibt ein Teil der Wertschöpfung direkt in der Region.

Mit dem Bau des Kindercampus wird zugleich das Umfeld des Standorts weiterentwickelt. Im Bereich der Parkstraße und der Brückenstraße sind Anpassungen vorgesehen, die den Verkehr rund um den neuen Bildungsstandort sicherer machen und die Erreichbarkeit verbessern sollen.

Die Investition ist ein wichtiger Baustein für die künftige Entwicklung der Bildungs- und Betreuungsangebote in Hasborn-Dautweiler. Nach derzeitiger Planung soll der schulische Bereich nach Abschluss der Bauarbeiten bezogen werden. Die neue Kindertagesstätte soll voraussichtlich zum Kindergartenjahr 2027 ihren Betrieb aufnehmen.

Das Richtfest markiert damit einen sichtbaren Wendepunkt: Aus den Plänen für den neuen Kindercampus ist innerhalb weniger Monate ein konkretes Gebäude geworden. In den kommenden Monaten geht es nun darum, den Innenausbau abzuschließen, die Außenbereiche herzurichten und den Campus für seinen späteren Betrieb vorzubereiten. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird in Hasborn-Dautweiler ein moderner gemeinsamer Standort für Kinderbetreuung, Schule und Ganztagsangebote zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung wurde umrahmt von musikalischen und literarischen Beiträgen aus der Kita Hasborn und der Johannes-Kühn-Grundschule Hasborn und der Freiwilligen Ganztagsschule Hasborn.

Bürgermeister Andreas Maldener danket allen Beteiligten, die zum guten Gelingen des Projektes und des Richtfests beigetagen haben, allen voran dem Gemeinderat der Gemeinde Tholey, seinem Team im Bauamt der Gemeinde Tholey.

Für alle Interessierten wird die Gemeinde Tholey am Mittwoch, 2. Oktober, einen „Tag der offenen Baustelle“ anbieten, an dem das Projekt hautnah besichtigt werden kann. Nähere Informationen werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.