
„So bunt wie der Frühling“ heißt die Ausstellung, die momentan im historischen Ensemble der Johann-Adams-Mühle bei Theley zu sehen ist. Sie zeigt 35 beeindruckende Werke der Theleyer Künstlerin Hildegard Dewes, die die Malerei erst kurz vor der Corona-Zeit für sich entdeckt hatte und vom bedeutendsten Künstler der Gegenwart inspiriert ist.
Alexander Besch, Erster Beigeordneter der Gemeinde Tholey und Ortsvorsteher von Theley, eröffnete die Ausstellung in Vertretung von Bürgermeister Andreas Maldener und betonte die besondere Wirkung des Ausstellungsortes: „Solch ein historischer Ort lädt gerade dazu ein, ihn mit moderner Kunst zu bereichern. Hildegard Dewes hat im Zuge ihres kreativen Wirkens sich einen bedeutenden Inspirator gesucht, der in Tholey über die Chorfenster der Abtei sehr gut bekannt ist, nämlich Gerhard Richter. Davon ist ihre Rakeltechnik inspiriert.“
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 35 Acrylbilder in unterschiedlichen Formaten. Hildegard Dewes verfolgt mit ihrer Malerei einen bewusst emotionalen Ansatz. „Meine Acrylbilder sollen durch ihre bunten Farben ein wenig Fröhlichkeit und positive Energie in diese oft traurige Welt bringen. Die Malerei ist für mich ein Ausdruck von persönlichen Erlebnissen und Gedanken“, beschreibt sie ihre Motivation. Anregungen holt sie sich unter anderem im Internet. Besonders prägend ist für sie die Rakeltechnik von Gerhard Richter, die sie in ihrer eigenen künstlerischen Arbeit weiterentwickelt.
Darüber hinaus arbeitet die Künstlerin mit verschiedenen Techniken und Strukturen, wodurch jedes Werk eine individuelle Ausdruckskraft erhält. „Ich entscheide nach Gefühl, wann ein Bild fertig ist“, erklärt Hildegard Dewes. Die Interpretation ihrer Werke überlässt sie bewusst den Betrachtern. „Bunte Farben stehen immer im Vordergrund und bedeuten für mich Lebensfreude und Energie.“ Besonders hebt sie ein Werk mit dem Titel „Fuchshübel“ hervor, dessen Aussage ebenfalls offen bleibt und Raum für eigene Deutungen lässt.
Zur Eröffnung der Ausstellung kamen rund 40 Gäste. Für die musikalische Begleitung sorgte Hans-Josef Recktenwald am Akkordeon.
Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Mai 2026 jeweils sonn- und feiertags von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.
