

Die Gemeinde Tholey treibt die Weiterentwicklung ihrer Feuerwehrstrukturen weiter voran. Nachdem der Gemeinderat zuvor bereits einstimmig beschlossen, den Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus des Löschbezirks Bohnental in der sogenannten „Sawwelkaul“ (am Verbindungsweg zwischen Neipel und Lindscheid beziehungsweise Scheuern) festzulegen, wurden Ende Dezember nun die nächsten Planungsschritte vorangetrieben.
Bereits im Jahr 2024 hatten sich die Löschbezirke Scheuern-Neipel, Überroth-Niederhofen und Lindscheid zum Löschbezirk Bohnental zusammengeschlossen, um die Einsatzfähigkeit langfristig zu sichern und Kräfte zu bündeln.
Bürgermeister Andreas Maldener ordnet die Entscheidung in den größeren Zusammenhang ein:
„Der Zusammenschluss der drei Löschbezirke war eine bewusste und zukunftsorientierte Entscheidung. Mit dem nun festgelegten Standort schaffen wir die Grundlage dafür, dass dieser neue Löschbezirk auch die passende Infrastruktur erhält.“
Der ausgewählte Standort sei nach den bisherigen Untersuchungen besonders geeignet. „Die Sawwelkaul bietet aus Sicht der Erreichbarkeit, der Einsatzwege und der verfügbaren Flächen sehr gute Voraussetzungen für ein modernes Feuerwehrgerätehaus“, erläutert Maldener. Mit dem Ratsbeschluss wurde der Bürgermeister zudem beauftragt, die Verhandlungen zum Grunderwerb aufzunehmen und das Bauleitplanverfahren einzuleiten. Parallel dazu läuft die weitere planerische Vorbereitung. In der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2025 wurde hierzu die Machbarkeitsstudie vorgestellt, die durch ein externes Fachplanungsbüro erarbeitet wurde.
„Die Machbarkeitsstudie hat uns erstmals eine fundierte Grundlage geliefert – sowohl in Bezug auf den Standort als auch auf den Flächenbedarf, die Funktionalität und die Wirtschaftlichkeit des Projekts“, erklärt Maldener. Im Zuge der Untersuchungen sei die ursprüngliche Planung eines zweigeschossigen Gebäudes verworfen worden. „Wir haben uns bewusst für eine eingeschossige Bauweise entschieden, weil sie langfristig deutlich wirtschaftlicher ist und unnötige Bau- und Folgekosten vermeidet.“
Die aktuelle Planung sieht vor, das Feuerwehrgerätehaus abschnittsweise zu realisieren. Zunächst soll die Fahrzeughalle errichtet werden, damit der operative Betrieb gewährleistet ist. In einem zweiten Schritt ist der Bau des Sozial- und Funktionsbereichs vorgesehen. Die Planung berücksichtigt zudem Erweiterungsmöglichkeiten, moderne technische Standards sowie Optionen zur Nutzung erneuerbarer Energien.
Flankierend zur Standortentscheidung hat der Gemeinderat sowohl die Teiländerung des Flächennutzungsplans als auch die Aufstellung des Bebauungsplans für das Feuerwehrgerätehaus beschlossen. Die vorgesehene Fläche umfasst rund 2.960 Quadratmeter.
Zum weiteren Zeitplan führt Maldener aus: „Unser Ziel ist es, im Laufe des Jahres 2026 das erforderliche Baurecht zu schaffen. Wenn alle weiteren Schritte wie geplant verlaufen, könnte ein Baubeginn im Jahr 2027 möglich sein.“ Voraussetzung hierfür sei jedoch der Abschluss aller Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie die Fertigstellung des neuen Atemschutzwerks in Hasborn-Dautweiler, die derzeit für 2026 vorgesehen ist.
Bis zur Realisierung des Neubaus wird der Löschbezirk Bohnental weiterhin von den bisherigen Standorten aus arbeiten. Ergänzend befindet sich die Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs in Vorbereitung, um die Einsatzbereitschaft weiter zu stärken.
„Die Feuerwehr ist eine tragende Säule des Sicherheitsgefühls in unserer Gemeinde“, betont Maldener abschließend. „Der Löschbezirk Bohnental hat bereits gezeigt, dass Zusammenarbeit über Ortsgrenzen hinweg funktioniert. Das neue Gerätehaus wird nicht nur ein funktionaler Mittelpunkt, sondern auch ein sichtbares Zeichen für diesen Zusammenhalt sein.“
