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Konzert mit dem Sinfonischen Blasorchester St. Wendel

Samstag, 24. September um 20:00 Uhr

Das Orchester

Das Sinfonische Blasorchester St. Wendel ist ein Projektorchester des Bund Saarländischer Musikvereine e.V. im BSM Musikkreis St. Wendel. Die Musikerinnen und Musiker treffen sich einmal jährlich im Herbst zu einer Arbeitsphase, die mit zwei oder drei Konzerten im Saarland – meist im März – ihren Abschluss findet. Heute kommen die Musizierenden nicht nur aus den oben genannten Musikkreis, sie kommen aus dem ganzen Saarland und zum Teil auch aus den angrenzenden Regionen. Die Kosten für die Unterbringung und die Verpflegung während der Probephasen tragen die Aktiven selbst, auch die Dirigenten arbeiten ehrenamtlich.

Bemerkenswert ist, dass viele Orchestermitglieder Dirigenten sind und somit die Erfahrungen und Impulse in ihre Heimatvereine mitnehmen. Finanziert wird das Orchester aus Zuschüssen des Landkreises St. Wendel bzw. des Bundes Saarländischer Musikvereine. Auch die Stadt St. Wendel unterstützt das Orchester mit der kostenlosen Zurverfügungstellung des „Saalbau“ als Konzertsaal sowie mit Rat und Tat bei der Organisation der Konzerte.

Stefan Barth übernahm 1998 den Dirigentenstab von Stefan Kollmann, dessen Vorgänger Horst Nagel war. Mittlerweile hat sich das Orchester stark verjüngt und verfügt über einen Stamm von etwa 100 Aktiven, von denen ca. 70-80 in jeder Arbeitsphase dabei sind.

Das SBO St. Wendel bindet in seine Arbeitsphasen regelmäßig Gastdirigenten sowie hochkarätige Solisten ein und schafft somit für die eigenen Musikerinnen und Musiker, aber auch für die Konzertbesucher, interessante Anreize. Neben der Zusammenarbeit z.B. mit dem BSM Bundesdirigenten Bernhard Stopp oder  dem englischen Dirigenten David Gilson wirkte Thomas Doss in einer Arbeitsphase mit, in der er als Komponist die Uraufführung seiner „Ouverture Allemande“ für Musiker und Konzertbesucher zu einem unvergesslichen Erlebnis machte.

Die Motivation der Musikerinnen, Musiker und Dirigenten ist außergewöhnlich hoch, selbst dreitägige Probeseminare in der Konzertvorbereitungsphase können daran nichts ändern. Das SBO St. Wendel ist somit seit 20 Jahren ein gutes Beispiel dafür, wie man Freude am gemeinschaftlichen Musizieren mit fundierter musikalischer Arbeit verbinden kann.

 

Die Dirigenten des Konzertes

 Der 1964 geborene Stefan Weber wohnt in Mettlach. Er studierte an der Musikhochschule des Saarlandes Trompete. Anschließend absolvierte er ein Studium am „Conservatoire de Musique“ Luxemburg in dem Fach Dirigieren bei Herrn Andre Reichling. Dem folgte ein weiterführendes Dirigierstudium an der Musikhoch-schule in Groningen bei Herrn Alex Schillings. Von 2002 bis 2015 war er Chefdirigent des Bundespolizeiorches-

ters München und als Gastdirigent in verschiedenen professionellen Orchestern tätig. Er leitete von 2010 bis 2019 die Stadtkapelle Marktoberdorf und ist seit 2000 Dirigent des Musikverein Ommersheim. Seit 2015 leitet Stefan Weber die Harmonie der Gemeinde Mamer in Luxemburg und ist seit 2018 Dirigent der Werkskapelle der Dillinger Hüttenwerke. Des Weiteren ist er als Juror bei Wettbewerben und als Dozent für Dirigentenfortbildungen tätig.

 

Stefan Barth wurde 1967 in Wadern geboren. Mit 9 Jahren begann seine musikalische Ausbildung an der Klarinette, später kamen Saxophon und Klavier hinzu. Er nahm mehrmals erfolgreich am Wettbewerb „Jugend Musiziert“ teil. 1978 trat Stefan Barth dem Musikverein Braunshausen und etwas später der Stadtkapelle Hermeskeil bei. Nach dem Abitur leistete er von 1986 bis 1987 seinen Wehrdienst beim Stabsmusikkorps der

Bundeswehr ab. Von 1988 bis 2001 war er Lehrer für Klarinette und Saxophon an der Kreismusikschule Merzig-Wadern. 1997 begann er das Studium in Blasorchester-Dirigat und Orchestration am „Conservatoir de Musique“ in Luxemburg und schloss dieses Studium im Jahr 2000 mit Auszeichnung ab. Stefan Barth ist Mitglied der Deutschen Bläserphilharmonie,  Dozent und Co-Dirigent der „Bläserphilharmonie Süd-West“ und Privatmusiklehrer für Saxophon und Klarinette. Er dirigiert die Musikvereine Wemmetsweiler und Lüxem sowie bis 2021 als Chefdirigent das „Sinfonische Blasorchester des Musikkreises St.Wendel“. Von 1998 bis 2021 war er Kreisdirigent im Bund Saarländischer Musikvereine für den Musikkreis St.Wendel. Stefan Barth ist seit 2003 Lehrkraft der Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich.

 

Konzert Samstag, 24.09.2022 – 20 Uhr

Sport- und Kulturhalle Theley

Konzert Teil 1

Overture to Egmont – Ludwig van Beethoven

Arr. Gerard Posch – Dirigent Stefan Barth

Ludwig van Beethoven wurde vor 252 Jahren 1770 in Bonn geboren. Auch das Sinfonische Blasorchester St.Wendel verneigt sich mit seinem Eröffnungswerk, der Ouvertüre zu „Egmont“, vor dem herausragenden Komponisten. Im Jahre 1810 komponierte Beethoven auf Wunsch des Direktors des Wiener Hoftheaters die Musik zu Goethes Trauerspiel „Egmont“ und schuf mit der Ouvertüre zur Trauermusik ein Werk, das auch heute noch fester Bestandteil des Repertoires vieler Orchester ist. Die Komposition schildert verschiedene Stationen im Leben des Grafen Lamoraal van Egmont. Der Eröffnungssatz (Sostenuto, ma non troppo) ist eine spanische Sarabande, in der Beethoven die Unterdrückung des niederländischen Volkes durch die Spanier musikalisch umdeutet. Im da- rauffolgenden Allegro wechselt das der Liebe Egmonts zum Bürgermädchen Klärchen gewidmete Thema mit drohenden Schicksalsmotiven ab. Nach einer stürmischen Einleitung (Allegro con brio) und einer choralhaften Phrase als Replik auf eine Quarte – ein Bild für die Enthauptung Egmonts – setzt die Siegesmelodie ein. Die vorliegende Bearbeitung für Blasorchester nimmt weitgehend Rücksicht auf den ursprünglichen sinfonischen Charakter der Komposition.

 Symphony No. 1 „ The Archangels“ – Francesco Cesarini (Dirigent Stefan Weber)

Der Schweizer Komponist Franco Cesarini hat sich viel Zeit genommen, bevor er seine erste Sinfonie komponierte. Nach mehreren Jahren des Nachdenkens und Skizzierens ist mit der Sinfonie Nr. 1, der Archangels Symphony („Erzengel-Sinfonie“), eine umfangreiche Komposition mit einer dramatischen Tonsprache, mit intensiven thematischen Entwicklungen und zahlreichen polyphonen Durchführungen entstanden. Das thematische Material wurde von alten gregorianischen Melodien inspiriert, die die Grundlage für das gan- ze Werk bilden. Die Sinfonie, die trotz ihres Titel kein programmatisches Werk ist, hat vier Sätze: der sanfte Erzengel Gabriel, der oberste Heiler Raphael, der energische Erzengel Michael, Fürst der himmlischen Heerscharen, und überraschenderweise der „vergessene“ Erzengel Uriel. Ein wahres Meisterwerk und eine fantastische musikalische Herausforderung!

Konzert Teil 2

Henry V Suite from the Movie – Patrick Doyle

Arr. Johan de Meij – Dirigent Stefan Barth)

Henry V ist ein Drama von William Shakespeare, dessen Handlung sich auf das Leben des Königs Heinrich des Fünften bezieht und im Hundertjährigen Krieg rund um die Schlacht von Azincourt angesiedelt ist. In der Literaturverfilmung aus dem Jahre 1989 spielt die Musik von Patrick Doyle eine zentrale Rolle. Der Komponist der Musik zu Filmen wie Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück, Sinn und Sinnlichkeit, Harry Potter und der Feuerkelch und vielen mehr geschrieben hat, zählt definitiv zur Weltspitze der Filmkomponisten. In enger Zusam- menarbeit mit dem Komponisten wählte Johan de Meij das schönste Material aus Doyles Filmmusik zu Henry V für eine klangvolle Bearbeitung aus, in der das einstimmig gesungene Non Nobis Domine als Finale erklingt. Ein bewegendes filmmusikalisches Werk!

 Slava – Leonard Bernstein

Dirigent Stefan Weber)

„Slava“ ist sowohl ein slawischer Begriff für Feierlichkeit, als auch der Spitzname des großen russischen Cellisten und Dirigenten Mstislav Rostropovitsch, für den Leonard Bernstein diese kurze Ouvertüre 1977 komponierte. Anlaß war Rostropowitschs erstes Konzert als neuer musikalischer Leiter des National Symphony Orchestra in Washington. Der Stil der Ouvertüre ist von Jazz und populärer Musik beeinflusst, die Verwendung von E-Gitarre mit Sopransaxophon gibt der beschwingten 7/8-Melodie eine besondere Note. Kurz vor dem Schluss der Ouvertüre grüßt der Komponist seinen Freund Rostropowitsch mit einem lauten „Slava“ Ruf des Orchesters.

 „Libertadores“ Poema Sinfónico para Banda Sinfónica – Oscar Navarro – Dirigent Stefan Barth

Oscar Navarro gehört zu den erfolgreichsten Komponisten Spaniens. Über sein monumentales Werk „Libertadores“ schreibt er selbst: Dieses Stück wurde für den 39. Internationalen Bläserwettbewerb „Vila d‘ Altea“ und „Cultures of America“ in Auftrag gegeben und war für alle teilnehmenden Ensembles verpflichtend. Es stand zweifellos im Mittelpunkt des Festivals. „Libertadores“ ist in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste Teil ist vom Amazonas inspiriert und der zweite von den sogenannten „separatistischen Führern“ Südamerikas, Simon Bolivar und Jose San Martin. Der erste Abschnitt versucht, uns in das Herz des Amazonaswaldes mit seinen charakteristischsten Landschaften, indigenen Stämmen, Klängen und so weiter einzuführen. Der Einsatz von Stimme und Hand-Percussion als Teil der Aufgaben des Darstellers wird zu einem unverzichtbaren Werkzeug, wenn es darum geht, die Stammesgesänge nachzuahmen, und verleiht dem Stück einen interessanten Farbakzent. Der zweite Abschnitt ist vollständig der Darstellung der separatistischen Führer in Form einer März-Fanfare gewidmet. Das Hauptthema dieses Abschnitts, sehr martialisch und triumphierend, reist über die verschiedenen Instrumente des Ensembles. Schließlich hebt eine Explosion des Klangs, verursacht durch marschierende Trommler, dieses Thema der Befreier und des Publikums zum Höhepunkt des Stückes, das auch sein Ende ist.

Details

Datum:
Samstag, 24. September
Zeit:
20:00 Uhr

Veranstaltungsort

Theley, Sport- und Kulturhalle
Toni-Lermen-Straße
Theley, 66636
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