THOLEY

Hofgut Imsbach

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Ein Geschenk Napoleons

ArtikelbildDie Geschichte der Siedlung Imsbach reicht vermutlich zurück bis in die Bronzezeit. Eine erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1310. Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Hofgut Imsbach selbständiger lothringischer Bannbezirk. Im Zuge der französischen Revolution wurde das Hofgut als französisches Nationaleigentum beschlagnahmt.
Seine Blütezeit erlebte es in napoleonischer Ära zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Napoleon Bonaparte schenkte das Gut 1811 als Auszeichnung für seine besonderen Verdienste dem Colonel de Cavalerie Louis Charles Narcisse Lapointe, der in der nahe gelegenen Kapelle beigesetzt ist. Nach dem Tod von Colonel Lapointe im Jahre 1855 erbte sein Enkel Louis Albert das Hofgut, das bis 1930 in Familienbesitz blieb. Die heute erkennbare Struktur der Hofanlage und der Gebäude geht auf diese Periode der Familie Lapointe zurück.
1953 wurde das Saarland Eigentümer. Die Imsbach wurde zur selbständigen Justizanstalt und einige Jahre später zum Gerichtsgefängnis Tholey.
1983 wurde die Hofanlage zum schützenswerten Ensemble im Sinne des saarländischen Denkmalschutzes erklärt und in den folgenden Jahren aufwendig restauriert.
Heute ist das Hofgut Imsbach ein Landschaftspflegehof, umgeben von einem Landschaftspark und beherbergt einen modernen Hotelbetrieb.

Das Hofensemble mit Landschaftspflegehof, öffentlichem Streichelzoo und restaurierter Gutskapelle kann ganzjährig besichtigt werden.
Informationen und Führungen: Tel.: 06853 / 508-0.
Naturerlebnisprogramme für Gruppen:
NABU Saarland: Tel.: 06881 / 936190; Fax: 06881- 9361911
18.01.2012 Druckversion

Die Gutskapelle

ArtikelbildDie Geschichte der Kapelle ist untrennbar mit der des Hofgutes Imsbach verbunden. Nachdem Napoleon es 1803 seinem Reiteroberst Lapointe geschenkt hatte, sollte die Familie Lapointe nun weit über ein Jahrhundert die Geschichte des Hofgutes bestimmen. Charles Louis Narcisse Lapointe wurde am 28.10.1773 in Remilly bei Metz geboren. Aus seiner Ehe mit Francoise Matthis (1778 bis 1854) gingen drei Kinder hervor. Der älteste Sohn Louis Eugene Lapointe, geboren am 19.12.1800 in Saarlouis, gestorben 26.02.1872 in Maizery bei Metz, führte das Hofgut fort. Louis Eugene Lapointe war mit Marie Charlotte Frecot verheiratet.
Aus dieser Ehe ging ein Sohn namens Louis Albert, der letzte Gutsherr von Imsbach hervor. Louis Albert wurde am 18.11.1831 in Metz geboren und starb am 14.01.1904 auf dem Hofgut Imsbach. Er war mit der aus Abentheuer stammenden Industriellentochter Bertha Wilhelmine Böcking verheiratet, die als letzte Vertreterin der Familie 1929 auf der Imsbach starb. Bertha Wilhelmine Lapointe ließ die Gutskapelle mit Famileingruft 1905 unmittelbar nach dem Tod ihres Ehemannes erbauen. Neben ihrem Ehemann Louis Albert wurden auch die sterblichen Überreste von dessen Großvater Charles Louis Narcisse Lapointe dort bestattet. Diese ruhten von 1855 bis zu diesem Zeitpunkt auf dem Friedhof in Theley. Auch der alte Grabobelisk von der Ruhestätte des Reiteroberst wurde bei der Kapelle aufgestellt. Schließlich fand 1929 auch die Witwe selbst in der Kapellengruft ihre letzte Ruhestätte.

27.09.2012 Druckversion

Heiraten in der Gutskapelle

ArtikelbildNach ihrer Renovierung kann die Kapelle heute während der normalen Öffungszeiten des Rathaues sowie außerhalb der Öffungszeiten am zweiten Samstag in jedem Monat für standesamtliche Trauungen genutzt werden.
Infos dazu gibt es beim Standesamt der Gemeinde Tholey. Telefon: (06853) 508-28
27.09.2012 Druckversion



hier sehen Sie, wie schön das Heiraten in der Imsbach-Kapelle ist:

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