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Zusammenarbeiten für ein besseres Grün – Fußballvereine der Gemeinde Tholey kooperieren bei der Rasenplatzpflege

Fußball ist auf einem gepflegten Rasen für die meisten Fans am schönsten. Die Pflege des Grüns eines Naturrasenplatzes ist aber nicht nur aufwändig, sondern auch teuer.

Das wissen natürlich der SV „Rot-Weiß“ Hasborn-Dautweiler, der TSV Sotzweiler-Bergweiler, der VfB Theley, die Sportfreunde Tholey und der SV Überroth-Niederhofen, die sich darum zu einem wohl saarlandweit einzigartigem Projekt zusammengeschlossen haben: Mit finanzieller Förderung durch die KulturLandschaftsInitiative St. Wendeler Land e.V. (Kulani) und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) mit Sitz in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern haben die Vereine sich zu einer Kooperation zusammengetan und professionelle Geräte für die Rasenpflege angeschafft. Diese werden nun künftig reihum oder je nach Bedarf von allen fünf Vereinen genutzt.

Für Bürgermeister Andreas Maldener ist das eine tolle Geschichte: „Die fünf Vereine mögen sportlich zwar Konkurrenten sein, die Zusammenarbeit zeigt aber, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben. Die Kooperation ermöglichte eine Investition, die keiner alleine hätte stemmen können. Mit den Geräten wird nicht nur die Rasenpflege vereinfacht, auf längere Sicht werden auch Zeit und Kosten gespart.“

Landrat Udo Recktenwald lobte bei der Übergabe der Geräte ebenfalls die Weitsicht der Verantwortlichen in den fünf beteiligten Clubs: „Das ehrenamtliche Engagement ist großartig.“ Eine gepflegte Infrastruktur in den einzelnen Stadien sei auch ein Beitrag zur Nachwuchsförderung.

Mit der Förderung dieses Projektes habe die Kulani Neuland betreten. Der Regionalentwicklungsverein wirke jedoch bereits seit 30 Jahren im Sankt Wendeler Land und  verantwortlich für die Projektauswahl und die Mittelvergabe im Rahmen des Förderprogramms Leader (ELER). Diese Struktur versetze die Region in die Lage weitere Förderprogramme des Bundes und des Saarlandes zu akquirieren und zum Wohle der Menschen umzusetzen. Dies v.a. vor dem Hintergrund, gleichwertige Lebensverhältnisse auch für die Menschen im ländlichen Raum zu erreichen.

Die Bundestagsabgeordnete Nadine Schön, die als früheres Mitglied des Stiftungsrates den Kontakt zur DSEE vermittelte hatte, regte andere Vereine zur Nachahmung an. „Es ist immer gut, wenn man sich zusammensetzt und gemeinsame Wege geht.“ Dabei verwies sie auch an die DSEE als Unterstützerin des Ehrenamtes. Die Bundesstiftung habe im Juli 2020 ihre Arbeit in Neustrelitz aufgenommen.

Wie deren Vorstand Jan Holze erklärte, war die Gründung der DSEE ein zentrales Ergebnis der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ und ein gemeinsames Vorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesministeriums des Innern und für Heimat sowie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Bei den nun durch Unterstützung von Kulani und DSEE für die Rasenplätzen angeschafften Pflegegeräten handelt es sich um echte Profigeräte, wie sie auch in Bundesligastadien zum Einsatz kommen. Konkret geht es dabei um einen Rasenstriegel, eine Aerifizierwalze, einen Bürstenstreuer und eine Nachsaatmaschine.

Der Striegel dient dazu, querwachsende Gräser wieder aufzustellen ohne gesunde, gut verwurzelte Gräser aus dem Boden herauszureißen. Auch wird der Striegel zum Einarbeiten von Sand oder Topdressing auf Rasenflächen eingesetzt und beseitigt effektiv Filz, Moos oder abgestorbene Pflanzenreste.

Die Aerifizierwalze dient dem Belüften des Rasens vor dem Düngen. Dadurch kann der Dünger besser und schneller von den Wurzeln aufgenommen werden. Dank der Stachel kann in Trockenperioden Wasser viel schneller von den Wurzeln aufgenommen werden und der Rasen behält ein sattes Grün.

Der Bürstenstreuer mit einem Ladevolumen von 0,75 Kubikmetern  und einer Streubreite von 1,5 Metern eignet sich ideal für das Ausbringen von Sand auf Rasenflächen oder Gummigranulat auf Kunstrasenflächen.

Herzstück der Neuanschaffungen ist Nachsaatmaschine „Vredo Turf Fix“, die mit doppelten V-förmigen Scheiben kleine Schnitte in den Boden macht. Das Saatgut wird dann in der gewünschten Menge zwischen den Scheiben in den Schnitt dosiert. Der Boden springt dann von selbst zurück und wird mit Hilfe einer Andruckrolle angedrückt. Das Saatgut liegt dadurch unter optimalen Keimbedingungen: Es ist in Kontakt mit dem Boden und der Feuchtigkeit und erhält das nötige Licht und Luft. Trotzdem liegt das Saatgut geschützt vor Witterung, Frost und Vögeln.

Wie die anwesenden Vertreter und Platzwarte der Vereine bei der Übergabe der Geräte erklärten, bedeuten diese eine echte Bereicherung. Bislang mussten vergleichbare Geräte nämlich für teures Geld angemietet werden. Durch die nun gewährleistete ständige Verfügbarkeit könne die Rasenpflege nun wesentlich öfter und kontinuierlicher in Angriff genommen werden, was in Summe den Aufwand und insbesondere die Kosten verringere.

Zur gemeinsamen Nutzung haben der SV „Rot-Weiß“ Hasborn-Dautweiler, der TSV Sotzweiler-Bergweiler, der VfB Theley, die Sportfreunde Tholey und der SV Überroth-Niederhofen einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, der gewährleistet, dass alle Vereine gleichermaßen von den Geräten profitieren.