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1. April 2022

Erhöhte Aufmerksamkeit beim Waldbesuch: Trockenheit der vergangenen Jahre führte zu Gesundheitsschäden im Wald

Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und der SaarForst Landesbetrieb weisen auf mögliche Gefahren durch geschädigte Bäume und abbrechende Äste im Wald hin. Der Waldbesuch ist aber nach wie vor möglich, allerdings sollte jeder Waldbesucher mit geschärftem Blick und erhöhter Aufmerksamkeit durch den Wald gehen. Das bedeutet einen prüfenden Blick in die Kronen zu werfen und Bereiche mit vielen toten und absterbenden Bäumen konsequent zu meiden bzw. unter diesen nicht länger zu verweilen. Bei stärkerem Wind sowie Schnee oder Eis erhöhen sich die Gefahren im Wald.

„Insbesondere Schulen, Kindergärten oder Vereine, die längere Aufenthalte im Wald planen, sollten sich daher mit den zuständigen Revierförstern besprechen, welche Stellen sie meiden und welche sie aufsuchen können. Dafür werden wir auch entsprechende Informationsschreiben an die Kommunen, Vereine und Verbände versenden“, sagt Jost.

Mit dem Absterben von Altbäumen kommt es im Wald immer zu erhöhten waldtypischen Gefahren für Waldbesucher. Trotz diesjähriger langanhaltender Niederschläge während der Vegetationsperiode konnten die aus den Vorjahren verbuchten Dürreschäden nicht kompensiert werden. Die Folge ist das weitere Fortschreiten der Absterbeprozesse vorwiegend bei Laubbäumen. Damit verbunden steigt das natürliche Gefahrenpotential in den saarländischen Wäldern an, da diese sich überwiegend aus Laubbäumen zusammensetzen.

„2018, 2019 und 2020 haben unsere Wälder sehr unter der Trockenheit gelitten. Hinzu kamen immissionsbedingte Vorschädigungen am Wurzelwerk. Der regenreiche Sommer dieses Jahres konnte diese Schädigungen nicht aufwiegen“, erklärt Jost. Laubbäume, vor allem ältere Buchen, aber auch Eichen weisen daher vermehrt Gesundheitsschäden auf oder sind bereits abgestorben. „Diese Erscheinung ist bundesweit zu beobachten, oft punktuell, aber zum Teil auch flächig“, so Jost.

Ähnlich dem seit Jahren grassierenden Eschentriebsterben gibt es nun zudem erste Nachweise des Ahorntriebsterbens, zusätzlich zu der bereits aufgetretenen Rußrindenkrankheit. Die Absterbeerscheinungen sind verbunden mit einem komplexen Auftreten von Schadorganismen (holzzerstörende Pilze und Schadinsekten), die sehr rasch zu einer Zersetzung des Holzkörpers führen.

Die Stabilität und Widerstandskraft des Baumes wird dadurch geschwächt, was letztendlich zum unkontrollierten Zusammenbrechen des ganzen Baumes führt.

Für öffentliche Straßen, Bahnlinien, Bebauungen, Erholungseinrichtungen usw. gilt die hier beschriebene Situation nicht. Hier obliegt dem Waldbesitzer eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht die auch die waldtypischen Gefahren mit einschließt. Ein sicherer Verkehr wird hier von den Waldbesitzern in regelmäßigen Abständen überprüft und hergestellt.