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Große Solidarität mit der Ukraine in der Gemeinde Tholey

Der durch den Einmarsch russischer Truppen  in die Ukraine begonnene Krieg hat die Welt schockiert, aber auch eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft ausgelöst.

So auch in der Gemeinde Tholey. „Ich bin beeindruckt, wie viele Menschen sich auf die Aufrufe der Gemeinde gemeldet haben“, so Bürgermeister Hermann Josef Schmidt. Dieser hatte unmittelbar nach Kriegsbeginn alle Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Tholey gebeten, sich im Rathaus zu melden, um dort die verschiedenen privaten Hilfsangebote zu koordinieren und – auch in Abstimmung mit dem Land und anderen Stellen – dabei zu helfen, dass die Hilfe an den richtigen Stellen ankommt.

„Die Resonanz war enorm“, so Hermann Josef Schmidt, der alle, die dem Aufruf gefolgt waren, zu einem Gespräch eingeladen hatte. Dazu waren mehr als 30 Menschen ins Rathaus gekommen.

Eingeladen wurden auch alle ukrainischen Staatbürgerinnen und Staatbürger, die in der Gemeinde Tholey gemeldet sind.

Dabei gab es positive Ergebnisse: „In der Gemeinde kann bereits  Wohnraum für 80 Menschen aus der Ukraine zur Verfügung gestellt werden. Es haben sich dankenswerter Weise aber auch Menschen gemeldet, die den Geflüchteten auf andere Weise helfen können.“   So erklärten sich auch Helferinnen und Helfer bereit, den Flüchtlingen bei Fahrten, Behördengängen oder der Kinderbetreuung unter die Arme zu greifen. Auch Sachspenden, darunter sogar ein Auto, das für Belange der Flüchtlinge genutzt werden könnte, wurden zur Verfügung gestellt.

Wie Hermann Josef Schmidt erklärte, war in dieser Woche bereits eine Frau mit zwei Kindern aus der Ukraine in der Gemeinde Tholey angekommen. Der Großteil der Flüchtlinge ist derzeit noch in der Landesaufnahmestelle in Lebach untergebracht, von wo sie nach Erledigung der vorgeschriebenen Formalitäten auf die Kommunen verteilt werden.

„Wir sind durch die große Hilfsbereitschaft unserer Bürgerinnen und Bürger dafür gerüstet. Dafür danke ich allen Beteiligten. Ich danke aber auch allen anderen, die auf welche Art und Weise auch immer, ihre Solidarität mit der Ukraine bekunden. Hoffen wir, dass der schreckliche Krieg bald vorbei ist und die Menschen in der Ukraine so schnell wie möglich wieder in Frieden leben können.“

 

  • Wer sich ebenfalls für die Ukraine engagieren möchte, kann sich bei der Gemeinde Tholey per eMail unter ukraine@tholey.de melden. Für telefonische Rückfragen: (06853) 508-73.
  • Das Jugendamt des Landkreises Sankt Wendel sucht Pflegefamilien, die unbegleitete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine vorübergehend aufnehmen. Um Minderjährige aufzunehmen, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, etwa Erfahrung in der Erziehung von Kindern, zeitliche Ressourcen zur Betreuung eines Kindes, ein erweitertes Führungszeugnis sowie das Vorhandensein von ausreichend Wohnraum. Weitere Informationen dazu: E-Mail: Kreisjugendamt@Lkwnd.de.