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Interkommunale Zusammenarbeit funktioniert: Zwei neue Fahrzeuge für die Feuerwehren im Kreis

Als wichtigen Beitrag zum Schutz der Menschen und gleichzeitig gelungenen Beitrag zur interkommunalen Zusammenarbeit bezeichneten Landrat Udo Recktenwald und die beiden Bürgermeister Andreas Veit (Gemeinde Nohfelden) und Hermann Josef Schmidt (Gemeinde Tholey) die Anschaffung von zwei neuen Feuerwehrfahrzeugen.

Diese werden beim Löschbezirk Bergweiler-Sotzweiler und beim Löschbezirk Türkismühle stationiert. Wie Udo Recktenwald erklärte, nehmen beide Kommunen einsatztaktische Sonderaufgabe für die Feuerwehren im Landkreis St. Wendel wahr:

Die Gemeinde Tholey übernimmt den Part Gefahrstoff und die Gemeinde Nohfelden das Thema Löschwasserrückhaltung (dies in Zusammenarbeit mit der Einheit aus dem Landkreis Neunkirchen).

Wie der Landrat weiter ausführte, dient als Fahrgestell jeweils ein allradangetriebener, Zweiachser vom Typ Scania G 380 Lkw mit Mittelhochdach und einer Besatzung von drei Einsatzkräften. Die Fahrzeuge verfügen über ein 12-Gang automatisiertes Schaltgetriebe und sind mit allen Sicherheitssystemen nach neustem Stand der Technik ausgerüstet, um bestmöglichste Fahrunterstützung bei Einsatzfahrten zu gewährleisten. Beide Fahrzeuge sind auf ein technisches Gesamtgewicht von 22 Tonnen zugelassen.

Das Besondere: Die Fahrzeuge sind dank einer Hakenliftanlage vielseitig einsetzbar und können je nach Bedarf mit verschiedenen Aufsetzcontainern oder anderen Abrollbehältern in den Einsatz starten. Als Hakenliftanlage findet jeweils ein Teleskop-Abrollkipper zehn Tonnen von Palfinger Verwendung, mit dem man in der Lage ist Abrollbehälter mit den Hakenhögen von 900 bis 1.570 Millimeter aufnehmen zu können. Als weitere Besonderheit sind jeweils zwei hydraulische Verriegelungen und eine hydraulische, doppelwirkende Steuerblockerweiterung vorhanden, die es ermöglicht auch spezielle Abrollbehälter mit hydraulischen Zusatzgerätschaften bedienen und sichern zu können.

Beide Fahrzeuge sind identisch ausgestattet und können sich somit im Bedarfsfall gegenseitig ergänzen oder ersetzen.

Die Kosten belaufen sich auf jeweils rund 200.000 Euro. Der Landkreis steuert je Fahrzeug 160.000 Euro aus Mitteln der Feuerschutzsteuer bei. Den Restbetrag übernehmen die Kommunen. Zusätzlich werden den Kommunen aus Mitteln der Feuerschutzsteuer jeweils 20.000 Euro zur Beschaffung von Sonderausstattung bereitgestellt.

Als Abrollbehälter sind zur Zeit jeweils ein Abrollbehälter-Logistik (je ca. 55.000 Euro und ca. 35.000 Euro) und ein Abrollbehälter-Transport (je 10.000 Euro) vorhanden.

Angeschafft werden  zusätzlich noch zwei Abrollbehälter-Wasser/Schaum (je 55.000 Euro). Insgesamt werden damit rund 660.000 Euro für die neuen Fahrzeuge investiert.

„Es ist ein guter Tag für die Feuerwehren in beiden Kommunen“, sagte Hermann Josef Schmidt. Wegen ihres Wechselladerkonzeptes, das in der Gemeinde Tholey bereits seit längerer Zeit bei der Feuerwehr und beim Baubetriebshof im Einsatz ist, seien die beiden Fahrzeuge besonders flexibel nutzbar. Zudem habe man durch die Anschaffung von zwei Fahrzeugen gleichzeitig ein größeres Einsparpotenzial nutzen können.

Andreas Veit lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Anschaffung, die auch Landesbrandinspektor Timo Meyer ausdrücklich lobte: „Während sonstwo noch diskutiert wird, wir im Kreis St. Wendel gehandelt.

Kreisbrandinspektor Dirk Schäfer bezeichnete die Anschaffung der neuen Fahrzeuge als weitere „Puzzlestücke der interkommunalen Zusammenarbeit im Kreis St. Wendel und dankte insbesondere dem früheren Bergweiler Löschbezirksführer Peter Notar, der als kompetenter Berater und Fachmann bei der Anschaffung sein großes Fachwissen eingebracht habe.