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Dauerregen hielt die Hilfsdienste auf Trapp

Der Dauerregen zu Beginn der Woche bedeutete für die Feuerwehren und weitere Einsatzkräfte im Landkreis St. Wendel insbesondere am Dienstag Dauereinsätze. So auch in der Gemeinde Tholey, wo es zu einigen auch größeren Einsätzen kam. Frühzeitig wurde darum die Sandsackfüllmaschine der Gemeinde Tholey auf dem Bauhof in Betrieb genommen, wo bis in die Abendstunden Sandsäcke für den gesamten Landkreis gefüllt wurden.

Neben diesen Sandsäcken konnten von den Einsatzstellen mehr als 4000 bereits gefüllte Sandsäcke aus dem Katastrophenschutzlager abgerufen werden. Diese wurden durch Fahrzeuge von Katastrophenschutz und den Gemeinden zu den Einsatzstellen transportiert. Gegen 11 Uhr wurde in jeder Gemeinde ein örtliches Lagezentrum eingerichtet, welches sich um die Koordination der Einsätze innerhalb der Gemeinde kümmerte und die Einsätze koordinierte. Für die Gemeinde Tholey geschah dies in Bergweiler.

Am Ende des ereignisreichen Tages konnten für die Löschbezirke aus der Gemeinde Tholey auf etliche Einsätze zurückblicken:

In Lindscheid wurden in der Straße „Am Waldborn“ bereits am frühen Vormittag die Fahrbahn und der Gehweg überschwemmt. Das Wasser drohte in ein Wohnhaus einzudringen. Hier verschaffte die Feuerwehr Abhilfe durch das Reinigen aller Wassereinläufe, womit sie bereits außerhalb der Ortslage begannen.

An L 145 zwischen Scheuern und Neipel wurden ebenfalls Wassereinläufe von Laub, Ästen und anderem angespülten Schmutz befreit, weil es zu einer weiteren einer weiteren Fahrbahn-Überschwemmung gekommen war.

In Überroth war die Hargartstraße, Ecke Akazienweg, ebenfalls überschwemmt. Zusätzlich lief Wasser in eine dort ansässige Lackiererei und eine Autowerkstatt. Um noch Schlimmeres zu verhindern kamen dort kleine Bagger zum Einsatz, mit denen Abflussmöglichkeiten für die Wassermassen geschaffen und ein kleiner Wall angelegt wurde.

Zudem musste in der Hargartstraße gegen Abend eine vollgelaufene Garage vom Wasser befreit werden.

Auf der Johann-Adams-Mühle hatte der Mühlenbach sein Bett verlassen und war über die Ufer getreten. Als Folge stand der  Keller des Landgasthofes komplett unter Wasser, zudem war der Hof geflutet. Um Abhilfe zu schaffen wurde das Ufer des Bachlaufs mit Sandsäcken gesichert und erhöht, so dass kein weiteres Wasser in das Gebäude eindringen konnte. Des Weiteren wurden Hindernisse im Bereich des Wasserlaufes beseitigt, um das Ufer und den kleinen Damm zu entlasten. Außerdem übernahm die Feuerwehr das Auspumpen der Kellerräume und des Hofes.

In Bergweiler musste die Feuerwehr in der Schlossstraße eingreifen. Dort stand ein Keller unter Wasser und wurde ausgepumpt. Zudem wurde dort die überflutete Straße durch das Reinigen von Einläufen vom Wasser befreit. In der Hasborner Straße drohte einer Werkstatt Gefahr, weil es zu einen Rückstau im Bereich der Brücke an der früheren Schlossschenke gab. Hier griff die Feuerwehr mit Sandsäcken ein, um die Werkstatt zu schützen.

In der Forststraße in Sotzweiler wurde das Überfluten der Brücke durch den Einsatz von Tauchpumpen verhindert. Zudem wurde ein Damm gesetzt, weil das Wasser hier drohte, eine Mauer zu überwinden. Diese Art von Pumpen dämmten in der Bergweilerstraße in Sotzweiler das Eindringen von Wassermassen durch Baugrube in einen Keller ein.

In Leitzweiler war die Theel über die Ufer getreten und überflutete einen Stall. Die Wassermassen mussten hier zunächst mittels Sandsäcken und Holzverbauungen gebändigt werden. Damit wurden auch Wohngebäude  gesichert. Abschließend wurden in Leitzweiler Abläufe gereinigt, um den Abfluss des stehenden Wassers zu gewährleisten.

Im Einsatz waren neben den Löschbezirken aus der Gemeinde Tholey auch die Feuerwehr aus Marpingen, Einheiten des Katastrophenschutzes des Landkreises St. Wendel sowie Mitarbeiter des Baubetriebshofs der Gemeinde Tholey.

Andreas Maldener, der Erste Beigeordnete der Gemeinde Tholey, dankte allen Einsatzkräften für ihr Engagement: „Auf sie war wie immer Verlass und sie haben die schwierigen und teilweise gefährlichen Aufgaben mit Bravour gemeistert.“