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Ein Bergwerksdirektor mit Leib und Seele

Franz Rauber aus Sotzweiler im Alter von 90 Jahren gestorben

Wer Franz Rauber kannte, der wusste, dass ein Fachmann mit einer starken Prise Eloquenz und Menschlichkeit vor ihm stand. Der ehemalige Bergwerksdirektor ist am3. Oktober im Alter von 90 Jahren in Sotzweiler verstorben. Sowohl während seines Arbeitslebens als auch im Ruhestand hatte sich Franz Rauber dem Bergbau an der Saar verschrieben.

Mit erfolgreichem Abschluss seines Bergbau-Studiums als Diplom-Ingenieur 1958 begann seine bergmännische Laufbahn bei den Saarberg-Werken. Dort passierte er die Laufbahnen des Steigers, Fahrsteigers und Planungsingenieurs auf der Grube Camphausen. Dort gründete er auch seine Familie und war fortan neben seiner Position im Bergwerk auch fürsorglicher Ehemann und Vater zweier Kinder.

Seine Laufbahn ging von der Assistenz beim Technischen Vorstand Bergbau über verschiedene Leitungsfunktionen in den Grubenbetrieben, wie z.B. Leiter Hauptabteilung Planung und Koordination der Saarbergwerke AG und auch als Abbauingenieur und Betriebsinspekteur auf der Grube Ensdorf. Als Betriebsdirektor war er zuletzt 5 Jahre auf der Grube Camphausen tätig. Bis zu seiner Pensionierung als Bergwerksdirektor und Prokurist 1991 war er in seiner letzten Funktion als Leiter der Hauptabteilung tätig.

Eine Herzensaufgabe war es ihm während seines Ruhestands war die Dokumentation der wechselvollen Geschichte des Saarbergbaus unter staatlicher Regie zu erstellen. Diesem Meilenstein in der historischen Aufarbeitung des Saarbergbaus, das in zwei Teile untergliedert war, widmete er sich bis 2007.

Aber auch im privaten Bereich engagierte sich Franz Rauber vor allem um die Pfarrei St. Mauritius in Sotzweiler und im örtlichen Gesangsverein. Eine Erkrankung führte dazu, dass Franz Rauber die letzten Jahre seines Lebens im Rollstuhl verbringen musste. Aber dies hielt ihn nicht im Geringsten davon ab, Familienforschung zu betreiben und entdeckte in dieser Zeit seine nach Brasilien ausgewanderte Verwandtschaft.

2018 erhielt Franz Rauber erhielt er in seinem Heimatdorf Bergweiler bei der Einweihung einer Lore aus dem Ensdorfer Bergwerk die Einweihungsrede.

Bürgermeister Hermann Josef Schmidt hat Franz Rauber als „ehrenhaften, klugen und zu jeder Zeit hilfsbereiten Menschen kennengelernt, der in gemeinsamen Gesprächen immer die Bedeutung des Bergbaus auch für seinen Heimatort Bergweiler, aber auch für viele weitere Orte im Saarland hervorhob“. „Ich werde Franz Rauber in guter und freundschaftlicher Erinnerung behalten“, so der Bürgermeister.