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Unermüdlicher Einsatz im Hochwasserkrisengebiet

Die Bilder der Überschwemmungskatastrophe, die durch die Medien gingen, hätten aus einem Endzeitfilm stammen können, wären sie nicht bittere Realität gewesen. Weggespülte Existenzen, Todesopfer, Menschen, die sich gerade noch auf ein Dach vor den Flutmassen retten konnten, Trümmerhaufen und Schlammlawinen…die Liste an unfassbaren Eindrücken könnte unendlich lange fortgeführt werden.

„Was die Helferinnen und Helfer der Feuerwehr, des THWs und des DRKs in den vergangenen Tagen geleistet haben, verdient meinen allerhöchsten Respekt!“, richtet Bürgermeister Hermann Josef Schmidt seine Wertschätzung an die Löschbezirke sowie die Ortsvereine der Hilfsorganisationen aus der Gemeinde Tholey. „Wenn alles stehen und liegen gelassen wird, um anderen Menschen in der Not zu helfen, dann weiß ich, dass auf unsere Organisationen mit deren Einsatzleitern einhundertprozentiger Verlass ist“, fügt der Rathauschef an.

Am vergangenen Wochenende kamen unter anderem die Einsatzkräfte des Löschbezirks Bergweiler-Sotzweiler nach zehntägigem Einsatz aus dem Katastrophengebiet im Landkreis Bad Neuenahr-Ahrweiler zurück. Auch die Löschbezirke Theley und Tholey waren vor Ort und kehrten zwischenzeitlich aus dem anstrengenden Einsatz zurück. Insgesamt 30 Einsatzkräfte waren vom 15. bis 24. Juli im Krisengebiet, vollgepackt mit emotionalen, ergreifenden Erfahrungen und bleibenden Eindrücken und mit dem guten Gefühl, den Betroffenen vor Ort aktiv Hilfe in den schlimmsten Momenten ihres Lebens geleistet zu haben. Die Unterstützung beim Vorbereiten des Baus einer Ersatzbrücke im Ortsteil Insul, einem Nachbardorf des rheinland-pfälzischen Schuld, soll beispielshaft für die vielen Arbeiten genannt werden. Bevor nämlich eine solche Ersatzbrücke aufgebaut werden kann, muss im Vorfeld eine durch die Fluten entstandene Wassergrube leergepumpt werden, damit die Fläche als Auflager für die Brücke überhaupt eingeebnet werden konnte.

Vom 15. bis einschließlich 23. Juli waren auch Helferinnen und Helfer des THW Ortsverbandes Theley mit insgesamt rund 30 Kräften der Bergungsgruppe, Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen, technischen Fachberatern und dem mobilen Pegel im Hochwassereinsatz in den betroffenen Gebieten im benachbarten Rheinland-Pfalz. Die überwältigenden Erlebnisse durch den persönlichen Kontakt zu den Menschen in den überschwemmten Dörfern und die großartige Kameradschaft untereinander und mit anderen vor Ort tätigen Einsatzkräften werden auch die Helferinnen und Helfer aus Theley noch lange Zeit begleiten und im Gedächtnis bleiben.

Auch das DRK hat sich mit mehreren Ortsvereinen und den entsprechenden Einsatzmitteln des Kreisverbands in die Katastrophenregionen begeben, um die zahlreichen Einsatzkräfte in den Hochwasser-Gebieten zu unterstützen. Im Einsatz befinden sich aktuell immer noch die DRK-Ortsvereine Theley, Tholey und Hasborn, um vor Ort Verpflegung, Krankentransporte und Sanitärdienste dort anzubieten, wo es am dringendsten benötigt wird. Insgesamt waren bislang rund 10 Einsatzkräfte an den Katastrophenorten.

„Die Einsätze für die Einsatzkräfte und Helferrinnen und Helfer in den Überschwemmungsgebieten waren und bleiben nach wie vor gefährlich. Umso mehr danke ich allen Beteiligten der Feuerwehren, des THWs und des DRKs für ihren unermüdlichen Einsatz unter schwierigsten Bedingungen. Ich hoffe, dass alle unbeschadet und gesund zurückgekommen sind bzw. noch zurück in ihre Heimatgemeinde zurückkehren werden. In meinen Dank schließe ich auch alle Privatpersonen ein, die mit der Sammlung und Verteilung von Sach-und Geldspenden den betroffenen Menschen einen kleinen Hoffnungsschimmer in einer aussichtslosen Situation schenken konnten“, bringt Hermann Josef Schmidt zum Ausdruck.