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Dank „Digitalpakt Schule“: Grundschulen Theley und Hasborn-Dautweiler erhalten Tablets

Einen besonderen Grund zur Freude hatten die Schulleiterinnen Steffi Leist und Petra Meier-Ziemiak der Grundschulen Theley und Hasborn-Dautweiler in dieser Woche. Denn gemeinsam mit Bürgermeister Hermann Josef Schmidt hatten sie in Anwesenheit der Klassenlehrerin Anna Schneider sowie der Gemeindevertreter Susanne Kirsch und Björn Dewes die Gelegenheit, erstmals die frisch eingetroffenen Tablets für Schülerinnen und Schüler vorzustellen, die die Grundschulen Dank des „Digitalpakts Schule“ des Bundes erhalten hatten.

„Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen und der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien wird immer wichtiger. Dies wurde vor allem den Schulen in unserer Gemeinde, in den Landkreisen und auf der gesamten Bundesebene im vergangenen Corona-Jahr im Besonderen vor Augen geführt.  Digitaler Unterricht und digitale Medien nehmen einen immer größeren Stellenwert im Leben und Alltag der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern und der Lehrerinnen und Lehrer ein“, fasste Bürgermeister Hermann Josef Schmidt die sich im Wandel befindende Unterrichtssituation zusammen. „Umso mehr freue ich mich darüber, dass es den Grundschulen Theley und Hasborn-Dautweiler gelungen ist, diese herausfordernde Situation konstruktiv zu bewältigen, in dem Konzepte zum Umgang und Ausbau der digitalen Medien erarbeitet und eingereicht wurden. Den Lohn für diese Arbeiten halten wir mit den durch den Digitalpakt Schule des Bundes bereitgestellten Tablets heute in den Händen“, so der Rathauschef weiter.

„Wir sind der Auffassung, dass es zum heutigen Bildungsauftrag der Schule gehört, dass Schülerinnen und Schüler lernen, sicher mit neuen Medien umzugehen. Der verantwortungsvolle und auch kritische Umgang mit digitalen Medien muss schon in der Grundschule erlernt werden. Es ist wichtig, die Grundlagen zu schaffen und Kinder für die eventuellen Schwierigkeiten und Tücken der digitalen Medien zu sensibilisieren“, so beschreiben Steffi Leist und Petra Meier-Ziemiak die Motivation der Grundschulen, die Konzepte zur schulischen Medienbildung erarbeitet zu haben.

Die schulische Medienbildung ist dabei in zwei Themenbereichen gegliedert, die aber zusammenspielen. Zum einen ist es das Lernen über die Medien, wie z.B. das Verhalten in sozialen Netzwerken, Urheberrechte, Grundlagen des Programmierens sowie die Grundlagen der Technik. Zum anderen ist das Lernen mit den Medien zu fördern, wie z.B. der Umgang mit Lernprogrammen, dem Arbeiten in einer Lernumgebung sowie das Programmieren. Diese beiden Medienbildungsblöcke können aber nur mit der entsprechenden Ausstattung der Schulen adäquat zu bearbeiten. Aus diesem Grund wurden in den Konzepten neben der Aufstellung einer „Software“ (Lernkonzepte) auch die benötigte „Hardware“ (Tablets, Smartboards, Digitale Tafeln u.v.m.) genau definiert und abschließend vom Landesinstitut für Pädagogik und Medien als stimmig bewertet. Erfreulicherweise kamen somit den Grundschulen in Theley und Hasborn-Dautweiler je 64 Tablets zu, damit in Zukunft die Themen Digitale Medien und Medienpädagogik vor Ort mit der benötigten Hardware umgesetzt werden können.

Bürgermeister Hermann Josef Schmidt wünscht allen Lehrerinnen und Lehrern und vor allem den Kindern in den Grundschulen viel Spaß und Erfolg beim Lernen mit und den digitalen Medien.

Hintergrund:

Der Landkreis St. Wendel hat 384 Tabletcomputer für die Grundschulen in den Gemeinden Freisen, Marpingen, Namborn, Nohfelden, Nonnweiler, Oberthal und Tholey besorgt. Dies über den „Digitalpakt Schule“ des Bundes. Inklusive notweniger Lizenzen und Firewalls. Kosten: rund 246.500 Euro. Schulen, die Gelder aus dem Digitalpakt haben wollen, müssen Medienkonzepte erarbeiten. Die Schulträger beantragen dann die notwendigen Mittel beim saarländischen Bildungsministerium. Diese Arbeit – die Ausarbeitung der Anträge – hat der Landkreis sieben Gemeinden, die die Träger ihrer Grundschulen sind, abgenommen, was Geld und Zeit sparte. Auch bei der Wartung der Geräte wird der Landkreis tätig sein.

Über das Sofortausstattungsprogramm, einer Zusatzvereinbarung des Digitalpaktes, wurden 814 Tabletcomputer für Grund- und weiterführende Schulen im Wert von 440.186 Euro angeschafft, über ein weiteres Förderprogramm für besonders bedürftige Schülerinnen und Schüler zudem 920 Endgeräte (480.000 Euro). Für Lehrerinnen und Lehrer werden zudem zum neuen Schuljahr 762 Tablets mit Zubehör (520.000 Euro) besorgt.

Mit dem „Digitalpakt Schule“ stellt der Bund 5,5 Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen in Deutschland zur Verfügung. Nach dem so genannten Königssteiner Schlüssel stehen dem Saarland rund 60 Millionen Euro zu. Dabei übernimmt der Bund 90 Prozent der Kosten, 10 Prozent müssen Land und Kommunen beisteuern.

Insgesamt hat der Landkreis St. Wendel für seine Schulen bisher 2812 Endgeräte beschafft. Kosten bisher: 2,18 Millionen Euro.