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Am Schaumberg lebt man sicher – Polizei stellt Kriminalstatistik vor

Der Landkreis St. Wendel ist der sicherste Landkreis im Saarland und die Wahrscheinlichkeit, in der Gemeinde Tholey Opfer einer Straftat zu werden, ist gering.

Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2019 hervor, die Jörg Valeske, Erster Kriminalhauptkommissar und Leiter der Polizeiinspektion St. Wendel, den Mitgliedern des Haupt-, Finanz- und Personalausschusses der Gemeinde Tholey vorstellte.

Mit ihrer PKS erfasst die Polizei selbst alle von ihr aufgenommenen Straftaten.

Demnach wurden im Jahr 2019 im Kreis St. Wendel mit insgesamt 3.872 Delikten etwas mehr Straftaten registriert, als im Jahr 2018, als es 3.330 waren.

Zum Vergleich: Im Regionalverband Saarbrücken wurden mit im Jahr 2019 genau 32.001 Delikte erfasst, was 43 Prozent aller 74.720 im gesamten Saarland bekannt gewordenen Straftaten  entspricht.

Der Kreis St. Wendel ist an dieser saarländischen Gesamtzahl lediglich mit 5 Prozent beteiligt, was die geringste Quote im gesamten Saarland bedeutet.

Es folgen Merzig-Wadern mit 8 Prozent (5.861 Delikte), und der Saarpfalz-Kreis (7.501 Delikte. 10 Prozent), der Kreis Neunkirchen (8.055 Delikte, 11 Prozent)  sowie der Kreis Saarlouis mit 13.153 Delikten und 17 Prozent. Bei 6 Prozent der Fälle konnte kein Tatort benannt werden.

Am häufigsten wurden im Kreis St. Wendel „Diebstähle“ erfasst.

Hier unterscheidet die Polizei zwischen Diebstahl mit und ohne „erschwerende Umstände“.

Ohne erschwerenden Umstände sind beispielsweise einfache Diebstähle oder Ladendiebstähle erfasst. Dabei wurden 613 Fälle erfasst, von denen 31,2 Prozent aufgeklärt werden konnte. (2018: 653 Fälle).

Bei den Diebstählen mit erschwerenden Umständen fasst die Polizei Wohnungseinbruchdiebstähle oder Diebstähle aus Fabriken zusammen. Erfasst wurden hier im Jahr 2019 genau 412 Fälle mit einer Aufklärungsquote von 20,9 Prozent. (2018: 441 Fälle).

Besonders erfreulich in diesem Zusammenhang ist insbesondere der Rückgang der Wohnungseinbruchsdiebstähle, die sich im Vergleich zum Jahr 2018 von 70 auf 67 im Jahr 2019 verringerten. Hier wurde der niedrigste Wert seit zehn Jahren erfasst.

Unter dem Begriff die so genannten „sonstigen Delikte nach dem Strafgesetzbuch“ fasst die Polizei beispielsweise Sachbeschädigungen, Vandalismus, aber auch Umweltdelikte, Hehlerei, Widerstand gegen die Staatsgewalt oder Brandstiftungen zusammen. 1099 solcher Fälle wurden im Jahr 2019 erfasst, von denen 45,3 Prozent aufgeklärt wurden. (2018: 888 Fälle)

Weiterhin größere Anteile hatten auch „Rohheitsdelikte“ (Raub, Körperverletzung, Bedrohung): (602 Fälle mit eine Aufklärungsquote von 90,2 Prozent; 2018: 506 Fälle)  oder Vermögens- und Fälschungsdelikte (867 Fälle, Aufklärungsquote 49,6 Prozent; 2018: 607 Fälle).

Aufgeklärt werden konnten im Kreis St. Wendel insgesamt 51,7 Prozent der erfassten Delikte.

Großer Grund zur Sorge, dass das Schaumberger Land von einer Kriminalitätswelle überrollt wird, besteht also keinesfalls:

Um einzelne Kommunen zu vergleichen ermittelt die Polizei jedes Jahr die „Häufigkeitszahl“. Dazu wird die Anzahl der Straftaten auf 100.000 Einwohner hochgerechnet.

Hier liegen die Städte, wie Saarbrücken, Saarlouis, Lebach Neunkirchen oder Dillingen  auf den „Spitzenplätzen“. Das heißt, dass dort die Wahrscheinlichkeit, Opfer eine Straftat zu werden, statistisch am höchsten ist.

Die Menschen der Gemeinde Tholey dürfen sich dagegen relativ sicher fühlen: Die Schaumberg-Gemeinde rangiert in dieser Tabelle erfreulicherweise nur auf Rang 43 aller 52 Kommunen. „Schlusslicht“ ist Oberthal, aber auch die meisten anderen Kommunen im Kreis St. Wendel rangieren am Ende der Tabelle.