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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wenn wir auf die vor uns liegenden Tage blicken, so wird uns besonders schmerzlich bewusst, in welch schwierigen Zeiten wir gerade leben:

Unser Land befindet sich im „Lockdown“ und viele öffentliche Einrichtungen, Schulen, Kindergärten, Friseure, Restaurants oder Gasthäuser sind komplett geschlossen oder nur in einer Art „Notbetrieb“ tätig.

Darum sehen in diesem Jahr leider auch die „tollen Tage“ anders aus als sonst. Wir können unsere beliebte „Faasent“ nicht feiern, wie wir dies gerne würden.

Närrinnen und Narren in unseren Orten, die keine Umzüge, Kappensitzungen oder Maskenbälle auf die Beine stellen konnten, haben uns in den zurückliegenden Tagen aber eindrucksvoll gezeigt, wie man mit dieser Krise umgehen soll: Sie steckten nicht den Kopf in den Sand, sondern sie haben sich etwas einfallen: Ob es um Kappensitzungen aus dem Wohnzimmer geht, die im Internet gezeigt werden, Banner, die den Ort bereichern oder einen stehenden Umzug, der zum vorbei marschieren einlädt: Unsere Fastnachterinnen und Fastnachter waren kreativ. Das sollte ein Vorbild für uns alle sein:

Nicht klagen und lamentieren, sondern anpacken, das Beste aus der Situation machen und solidarisch zusammen stehen.

Denn leider lässt Corona derzeit kein normales gesellschaftliches Leben zu.

Noch immer infizieren sich täglich zu viele Menschen mit dem Virus.

Der Bundeskanzlerin und den Chefinnen und Chefs der Länder blieben in dieser Woche wohl keine andere Wahl, als den Lockdown noch einmal zu verlängern. Gerade wir im Saarland müssen dafür großes Verständnis aufbringen, denn bei uns liegen die Infektionszahlen über dem bundesweiten Durchschnitt. In unserem Kreis St. Wendel lag der Inzidenzwert, also die Anzahl der Fälle pro 100.000 Einwohner, Mitte dieser Woche bei über 80. Dieser Wert ist zwar in den zurückliegenden Wochen deutlich gesunken, aber immer noch viel zu hoch.

Vor dem Hintergrund der hohen Zahlen und der Virus-Mutationen, die sich momentan ausbreiten und die bekanntermaßen um einiges ansteckender sind, als die zuvor grassierenden Varianten, halte ich die Verlängerung des Lockdowns für notwendig und richtig. Ich appelliere aber auch gleichzeitig an die Verantwortlichen von Bund und Land, sich über mögliche und vor allem einheitliche Ausstiegsszenerien zu verständigen. Denn einen ewigen Lockdown halten weder Wirtschaft noch Gesellschaft aus.

Bis es soweit ist, darf ich sie nur noch einmal um Geduld bitten und ihnen versichern, dass alle Verantwortlichen in Bund, Ländern, Kreisen und Kommunen nach bestem Wissen und Gewissen handeln, um Schaden von unserer Gesellschaft und  den Menschen abzuwenden.

Bitte haben Sie dies stets auch dann im Hinterkopf, wenn ihnen die eine oder andere Entscheidung zweifelhaft erscheinen mag.

Ich bitte Sie, es wie unsere Fastnachterinnen und Fastnachter zu halten: Machen Sie das Beste aus der Situation und danken Sie immer an das Karnevalsbanner in Hasborn. Dort steht: „Behaltet die Faasend im Herze, mit Corona is ned zu scherze.“

In diesem Sinner verabschiede ich mich für diese Woche mit einem Helau, Alaaf und Alleh Hopp und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, eine gute Woche und bitte:

Bleiben Sie gesund!

Ihr Bürgermeister

Hermann Josef Schmidt