Die Gemeinde Tholey unterstützt Seniorinnen und Senioren über 80 Jahren bei der Impfanmeldung und bei Fahrten zum Impfzentrum
8. Januar 2021
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
21. Januar 2021

Wir wurden mehr! Bevölkerungszahl der Gemeinde Tholey leicht gestiegen

12.253 Einwohner zählte die Gemeinde Tholey am 31. Dezember 2020.

Das waren genau 35 mehr als zum 1. Januar 2020, als noch 12.218 Einwohner in den neun Ortsteilen gemeldet waren.

Zurückzuführen ist dieser Zuwachs durch vermehrten Zuzug aus anderen Kommunen.

In dieser Bilanz stehen 498 Zuzüge exakt 394 Wegzüge gegenüber.

Keinen positiven Einfluss auf die Bevölkerungsstatistik hatte dagegen die Geburtenrate im Vergleich zu den Sterbefällen.

Denn wie bereits in den zurückliegenden Jahren kamen in der Gemeinde Tholey weniger Kinder auf die Welt, als es Sterbefälle gab:

Im Jahr 2020 wurden in der Gemeinde Tholey genau 167 Sterbefälle verzeichnet. Dem gegenüber standen 98 Geburten.

Bemerkenswert: In Lindscheid wurden 2020 mehr Geburten als Sterbefälle registriert, in Scheuern war die Zahl gleich.

Für das Einwohnerplus in der Gesamtgemeinde waren mit Bergweiler, Hasborn-Dautweiler, Sotzweiler und Theley nur vier Ortsteile verantwortlich. In den anderen sank die Einwohnerzahl.

Insgesamt gibt es in der Gemeinde Tholey bereits seit Jahren einen negativen Trend: Vor einigen Jahren, im Jahr 1997, hatten die neun Schaumbergorte noch 13.463 Einwohner.

 

Einwohner Geburten Sterbefälle Zuzüge Wegzüge
01.01.2020 31.12.2020        
Bergweiler 680 697 10 16 50 27
Hasborn-Dautweiler 2.580 2.589 22 35 119 99
Lindscheid 344 342 4 3 10 13
Neipel 348 342 3 6 20 23
Scheuern 860 859 5 5 34 35
Sotzweiler 1.207 1.223 11 20 82 57
Theley 3.241 3.266 25 38 161 123
Tholey 2.264 2.244 16 38 116 114
Überroth-Niederhofen 694 691 2 6 16 15
             
Gemeinde Tholey gesamt 12.218 12.253 98 167 498 394
Hintergrund: Demographischer Wandel

Der Begriff „Demographischer Wandel“ bezeichnet die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung. Die demographische Veränderung der Gesellschaft beruht auf den Faktoren der Fertilität/Geburtenrate, der Lebenserwartung und dem Wanderungssaldo. Die demographische Entwicklung in Deutschland ist durch niedrige Geburtenzahlen und eine gestiegene Lebenserwartung sowie eine zunehmende Ein- und Auswanderung geprägt. Die steigende Lebenserwartung (sie hat sich seit 1871 in Deutschland etwa verdoppelt) ist im Wesentlichen auf eine Verbesserung der medizinischen Versorgung und einer verbesserte Hygiene zurückzuführen. Die Ursachen für die Verringerung der Geburtenzahlen sind hingegen deutlich komplexer. Das seit Jahren bestehende Geburtendefizit hat im Saarland eine nun uneinholbare Entwicklung erzeugt. Die zwölfte koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung für das Saarland belegt die Aktualität des Demographischen Wandels: Bis 2030 wird die Einwohnerzahl, abhängig von der Zuwanderung, von 1.015.000 auf 888.100 (bei geringer Zuwanderung) bis 907.700 (bei großer Zuwanderung) sinken – mit fallender Tendenz. Wie das Statistische Amt im Rahmen dieser Bevölkerungsvorausberechnung ermittelte, ist ein Rückgang der Bevölkerung bis 2060 im Vergleich zu heute um rund ein Drittel auf unter 700.000 möglich. Nicht allein die Bevölkerungszahl wird sich demgemäß verschieben, sondern auch die Altersstruktur: Lag der Anteil der über 64-Jährigen 2008 noch bei 22 Prozent der Gesamtbevölkerung, ist gemäß der ersten Variante der zwölften koordinierten Bevölkerungsprognose davon auszugehen, dass dieser Anteil im Jahre 2060 bei 35 Prozent liegen wird. Der Anteil der Personen unter 20 Jahren wird, gemäß der Prognose, von 18 auf 14 Prozent sinken.