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Winterdienst der Gemeinde sorgt für freie Fahrt – Dennoch gilt: Räumen und Streuen ist eine Bürgerpflicht!

Ob an Sonn- und Feiertagen oder zu Zeiten, an denen andere Menschen noch friedlich schlummern: Für das Team vom Bau- und Betriebshof der Gemeinde Tholey bedeuten die Wintermonate Sonderschichten. Zuständig ist der Winterdienst in der Gemeinde Tholey für Straßen innerhalb geschlossener Ortslagen sowie die Ortsdurchfahrten.

Um die Straßen in den neun Ortsteilen von Eis und Schnee zu befreien, mussten die Bauhofmitarbeiter seit dem Wintereinbruch schon einige Male ausrücken. Dabei müssen sie immer nach einem ganz bestimmten Plan vorgehen: Erst wenn die Steigungen und Gefällstrecken sowie Kreuzungen der Gemeindestraßen befreit sind, werden die Neben- und Wohnstraßen geräumt. Grundsätzlich werden dabei fast alle Straßen angefahren. (Bundes- und Landstraße werden von der Straßenmeisterei Schaumberg geräumt).

Dennoch sollte beachtet werden:

Der gemeindliche Streudienst ist ein freiwilliger Service der Gemeinde. Weder Verkehrsteilnehmer noch Grundstückeigentümer an Straßen und Wegen haben einen Anspruch darauf und er befreit Anlieger nicht von der Streu- und Reinigungspflicht für Wege, Bürgersteige und so genannte nicht klassifizierte Straßen zu räumen. Konkret bedeutet dies: Es gehört zur Bürgerpflicht für Grundstückseigentümer oder Nutzungsberechtigte, neben den Bürgersteigen auch die Straße bis zur Straßenmitte vom Schnee zu befreien, auch wenn die Gemeinde dies mit ihrem Bauhofteam übernimmt!

Alle Bürgerinnen und Bürger werden dringend gebeten, beim Räumen ihrer Bürgersteige den Schnee keinesfalls auf die Straße zu schippen. Dies erleichtert den Räumfahrzeugen nicht nur die Arbeit, sondern es verhindert auch, dass diese Schneemassen von den Fahrzeugen wieder zurück auf die Bürgersteige gedrückt werden müssen.

Der Bauhof besitzt für den Winterdienst insgesamt fünf Fahrzeuge, die neben Schneeräumschildern auch mit Salzstreuern ausgestattet sind. Für diesen Winter hatte die Gemeinde Tholey 160 Tonnen Streusalz eingalgert, bei Bedarf wird Nachschub besorgt. In der kalten Jahreszeit hat das Bauhofteam eine ständige Bereitschaft von acht bis 16 Kollegen, die während der Woche bereits ab 4.30 Uhr und am Wochenende Gewehr bei Fuß stehen und jederzeit ausrücken können, wenn das Wetter es verlangt. Zum Team gehört auch eine Handstreukolonne für die gemeindeeigenen Gehwege.

Dabei ist der Winterdienst mit den schweren Fahrzeugen und den über drei Meter breiten Räumschildern alles andere als ein Zuckerschlecken. Denn gerade in engen Straßen und Gassen erfordert das Rangieren mit den Gefährten einiges an fahrerischem Geschick, zumal oft parkende Fahrzeuge die Arbeit erschweren.

Bürgermeister Hermann Josef Schmidt dankte dem Bauhof-Team für seinen Einsatz ganz herzlich: „Unserem Räumdienst wird viel abverlangt. Ich bin aber stolz, dass unsere Mannschaft diese Aufgabe bislang in bester Manier erledigt hat.“

Um den Mitarbeitern des Bauhofes die Arbeit nicht unnötig zu erschweren, sollten (wie grundsätzlich bei jedem Wetter) keinesfalls Autos in Wendekreisen oder Wendehämmern geparkt werden, da die Räumfahrzeuge ansonsten keine Möglichkeit haben, den Schnee von der Straße zu beseitigen.

Zudem machen es in Wendekreisen und -hämmern geparkte Autos den Räumfahrzeugen unmöglich, zu wenden. Das bedeutet für die mit Streugut beladenen schweren Unimogs oder Multicars mit den breiten Räumschilden, dass sie solche Straßen nicht anfahren können.

Näheres dazu auch unter „Infos aus dem Rathaus“.