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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit Beginn dieser Woche gelten im Saarland neue Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Erwartungsgemäß können diese noch nicht die gewünschte Wirkung zeigen, da es in aller Regel bis zu zwei Wochen dauert, ehe sich Maßnahmen in den Infektionszahlen niederschlagen.

Bislang müssen wir darum leider weiterhin mit steigenden Infektionszahlen leben.

Im Saarland wurden bis Mittwoch dieser Woche bereits 7.968 Corona-Fälle bestätigt, von denen etwa 2.370 noch als aktiv erkrankt gelten. Die Zahl der Neuinfektionen liegt täglich im dreistelligen Bereich!

Im Kreis St. Wendel wurden bis Mittwoch insgesamt 752 Fälle verzeichnet, 64 davon in der Gemeinde Tholey. In unserem Kreis sind derzeit über 252 Menschen aktiv erkrankt, in der Gemeinde Tholey werden nahzu täglich Neuinfektionen registriert.

Der Inzidenzwert, also die Zahl neuer Fälle innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, lag in dieser Woche im Saarland bei 172,8, im Kreis St. Wendel bei 186,2. Zur Erinnerung: Ab einem Wert von 50 gilt eine Region als Risikogebiet.

Die Zahlen sind besorgniserregend. Denn zum einen stellen sie unsere Gesundheitsämter vor immer größere Schwierigkeiten, Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen.

Das größere Problem dürfte aber an anderer Stelle liegen: Wir haben in Deutschland ein hervorragendes Gesundheitssystem. Aber selbst das beste System stößt irgendwann an seine Grenzen.

Da sich mittlerweile vermehrt ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit dem Corona-Virus infizieren, muss mit schlimmeren Krankheitsveräufen gerechnet werde.

Aus diesem Grund müssen wir alles dafür, die Zahl der Infizierten zu senken, um nicht in eine Situation zu geraten, in der Ärzte in unseren Krankenhäusern darüber entscheiden müssen, wem letztlich geholfen wird und wem nicht.

Ich werbe darum noch einmal für Verständnis und bitte sie, sich an die bestehenden Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu halten.

Selbstredend bin ich mir darüber im Klaren, dass nicht jede Entscheidung auf uneingeschränkte Zustimmung stößt.

Bitte gehen sie aber davon aus, dass sämtliche Entscheidungen von den Verantwortlichen aller Ebenen von Bund, Ländern, Kreisen bis zu den Kommunen nach bestem Wissen und Wissen  getroffen werden  und einzig dazu dienen, die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Wir dürfen uns nichts vormachen. Das Virus ist und bleibt gefährlich. Bis wir wieder zur Normalität zurückkehren können, wird es noch einige Zeit dauern.

Ich hoffe, dass der jetzige so genannte „Teil-Lockdown“ ausreicht, um weiter reichende Maßnahmen zu verhindern. Wir haben es selbst in der Hand, indem wir soziale Kontakte minimieren!

Darum bitte ich sie noch einmal: Zeigen Sie Verantwortung und halten Sie sich an die bestehenden Regelungen und Verordnungen. Damit leisten Sie Ihren ganz persönlichen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Vielen Dank!

Ich wünsche Ihnen Allen ein schönes Wochenende und eine gute Woche und bitte:

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Bürgermeister

Hermann Josef Schmidt