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16. Oktober 2020

Bürgermeister und Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher zur aktuellen Lage:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie sie sicherlich schon wissen, wird unser Landkreis St. Wendel seit dem vergangenen Wochenende als Corona-Risikogebiet eingestuft.

Dies war vor einigen Wochen nicht abzusehen, es ist nun leider traurige Realität. Bereits am vergangenen Samstag überschritt der Kreis St. Wendel die kritische Inzidenz von über 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner, Mitte der Woche lag der Wert bereits bei 119.

Dies sind alarmierende Zahlen, auf die der Landkreis sofort reagiert hat: Eine Allgemeinverfügung des Landkreises regelt derzeit, was bei private Veranstaltungen in öffentlichen Gebäuden oder Festen zuhause derzeit erlaubt ist. Zudem gibt es Regelungen für Restaurants, Kneipen, Bars, Tankstellen und Supermärkte.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben am Mittwoch Bund und Länder schärfere Corona-Regeln vereinbart. Dazu gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht, Vorgaben für die Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und sowie eine Sperrstunde für die Gastronomie.

Die erweiterte Maskenpflicht soll dort eingeführt werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen.

In Risikogebieten sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Sollte dies keinen Erfolg bringen, sollen sich nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen dürfen.

Keine einheitliche Lösung gab es beim Treffen in Berlin offenbar bei Thema „Beherbergungsverbot“.

Bund und Länder rufen jedoch Menschen aus Risikogebieten auf, auf Reisen zu verzichten.

Die saarländische Landesregierung wird im Hinblick auf das Treffen in Berlin in Kürze eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Bitte informieren Sie sich über die aktuelle Entwicklung auf der Internetseite www.corona.saarland.de oder auf www.tholey.de.

Wir alle hoffen, dass sich die Lage durch die neuen Maßnahmen entspannt, denn als Hauptgrund für die steigenden Infektionszahlen werden allerorten private Feiern ausgemacht.

Dies war wohl im Kreis St. Wendel der Fall, wo die steigenden Infektionszahlen überwiegend in unserer Nachbargemeinde Marpingen verzeichnet wurden.

Wir sollten uns aber tunlichst dafür hüten, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Schuldzuweisungen helfen uns jetzt nicht weiter. Was in der Gemeinde Marpingen passiert ist, könnte auch bei uns jederzeit geschehen.

Darum müssen wir ruhig und besonnen bleiben und konsequent handeln.

Wenn wir den Status als Risikogebiet wieder abgeben möchten,  muss der Wert von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner fünf Tage lang mit fallender Tendenz unterschritten werden.

Aus diesem Grund wird es in den kommenden Wochen verstärkte Kontrollen in Gaststätten sowie in öffentlichen Gebäuden, wie Dorfgemeinschaftshäusern oder Kulturhallen geben, um die Einhaltung der Vorgaben der Allgemeinverfügung zu überwachen.

Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.

Wir appellieren an jeden Einzelnen, angesichts der momentanen Situation soziale Kontakt auf das notwendigste zu beschränken. Wenn Sie Geburtstag haben oder ein anderes festliches Ereignis ansteht: Bitte überlegen Sie sich genau, ob es momentan angebracht ist, zu feiern und denken Sie daran, dass das in privaten Räumen nur mit maximal zehn Personen erlaubt ist.

Bitte rechnen Sie damit, dass auch bei privaten Feiern die Einhaltung der bestehenden Vorgaben kontrolliert werden kann.

In dieser Woche gab es ein Treffen des Bürgermeisters mit Kaplan Johannes Kerwer von der Pfarreiengemeinschaft Am Schaumberg.

Dabei wurde vereinbart, dass die Gräbersegnungen an Allerheiligen aufgrund der aktuellen Lage in diesem Jahr in aller Stille abgehalten werden: Kaplan Kerwer wird die Gräber segnen, allerdings wird keine Uhrzeit veröffentlicht. Die bereits im Pfarrbrief veröffentlichten Uhrzeiten der Gräbersegnungen gelten nicht mehr! Informationen zu den Gottesdiensten finden Sie unter dem Bereich „kirchliche Nachrichten“ in der neuesten Ausgabe der Tholeyer Nachrichten.

Von Willi Graf stammt der berühmte Satz:

„Jeder Einzelne trägt die ganze Verantwortung.“ Dies gilt besonders in Zeiten von Corona.

Bitte übernehmen Sie Verantwortung und beherzigen immer die AHA-Formel: Abstand – Hygiene – Alltagsmaske und vergessen Sie nicht, regelmäßig zu lüften.

Es hilft, die momentane Misere zu überstehen.

Auch wenn im Moment nicht alles Positiv ist:

Wir wünsche Ihnen Allen ein schönes Wochenende,  eine gute Woche und  bitte:

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Bürgermeister

Hermann Josef Schmidt

und Ihre Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher

Wolfgang Recktenwald (Bergweiler), Martin Backes (Hasborn-Dautweiler), Elisabeth Biwer (Lindscheid),

Aloisius Berwanger (Neipel), Dietmar Lauck (Scheuern), Christopher Salm (Sotzweiler),

Friedbert Becker (Theley), Marianne Weicherding (Tholey), Gaby Wild (Überroth-Niederhofen)