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Illegal und lebensgefährlich: Selbst angelegte Downhill-Strecken in den Gemeindwäldern

Radfahren ist gesund. Lebensgefährlich kann es allerdings werden, wenn man sich nicht an bestehende Vorschriften hält.

Und als lebensgefährlich muss man leider die Strecken bezeichnen, die einige Mountainbiker in jüngster Vergangenheit in den Wäldern der Gemeinde Tholey illegal und ohne Genehmigung angelegt haben.

So beispielsweise im Dautweiler Wald, wo einige Downhill-Freunde einen selbst angelegten Parcours mitten durch den Gemeindewald nutzen.

Die Gemeinde Tholey weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Radfahren im Wald nach § 25 des Landeswaldgesetzes im Wald nur auf Wegen und Straßen sowie offiziell ausgewiesenen Mountainbike-Strecken gestattet ist. Das heißt, dass das Befahren des Waldes „querfeldein“ grundsätzlich verboten ist.

Im Dautweiler Wald haben die Radler, deren Spuren mittlerweile einen eigenen Weg markieren, zu allem Überfluss „ihre“ Strecke mit einigen Rampen, Sprungschanzen und Baumstämmen zur Befestigung von Steilkurven ausgestattet. Diese teilweise abenteuerlichen Konstruktionen aus kaputten Europaletten und morschem Wurzelwerk verfügen über keinerlei Sicherheitsmerkmale.

Da die Gemeinde Tholey im Falle eines Unfalls auf einer solchen Strecke als Besitzerin des Waldes für die Verkehrssicherheit verantwortlich ist, darf sie derartige Strecken im Wald nicht dulden.

Aus diesem Grund werden die Sprungschanzen und andere bauliche Veränderungen des Waldes beseitigt bzw. zurück gebaut.

Die Gemeinde Tholey bittet alle Radfahrer, für ihren Sport nur erlaubte Wege zu nutzen. Das Befahren des Waldes und das Aufstellen von Sprungschanzen stellt ein großes Sicherheitsrisiko dar. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass durch das ständige Nutzen der Strecken Spuren hinterlassen werden, die auch ortsunkundige Fahrer dazu verleiten könnten, diesen zu folgen. Gerade an den steilen Abfahrten mit den gefährlichen Sprungschanzen könnte dies fatale Folgen haben.