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Aktiv werden gegen Corona: Nähen von Mund-Nasen-Masken als Behelfsschutz

Mund-Nasen-Masken als Behelfsschutz sind zurzeit Mangelware und werden zum Schutz der Menschen dringend benötigt. Bundesweit gibt es viele Initiativen, die jetzt aus geeignetem Baumwollstoff Mund-Nasen-Masken selbst nähen. Auch Mitglieder der „Boomerang Bag Community“ der Gemeinde Tholey, das DRK Hasborn-Dautweiler und weitere Initiativen haben bereits mit dem Nähen angefangen. Die Gemeinde Tholey startet jetzt einen Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger, die Nähaktion zu unterstützen.

Die selbstgenähten Masken ersetzen nicht die Atemschutzmasken für den medizinischen Bereich. „Auch die selbst genähten Masken bieten einen gewissen Schutz, um andere nicht anzustecken, weil sie den Tröpfchenflug in der ausgeatmeten Luft verringern. Sie dienen aber auch dem Selbstschutz und mindern die Gefahr einer eigenen Ansteckung. Auch hier gilt jedoch: Der Mundschutz ersetzt nicht die bekannten Hygienemaßnahmen, wie Verzicht auf Handschlag, Hände waschen, desinfizieren, in die Ellenbeuge niesen und Abstand halten“, so Dr. med. Heinrich Habig, in Theley niedergelassener Facharzt für Innere Medizin.

Um dem steigenden Bedarf an Mund-Nasen-Masken gerecht zu werden hofft die Gemeinde Tholey jetzt auf weitere Unterstützer und Hilfe aus der Bevölkerung. „Wir würden uns freuen, wenn weitere handarbeitserprobte Bürgerinnen und Bürger aus unserer Gemeinde unserer Initiative folgen und uns beim Nähen der Mund-Nasen-Masken als Behelfsschutz unterstützen könnten. Wir wollen die Masken zunächst an die Menschen ausgeben, die im Gesundheitsbereich arbeiten beziehungsweise an Menschen, die das öffentliche Leben aufrechterhalten. Sie können sich aufgrund ihrer Tätigkeit dem direkten Kontakt mit Dritten nicht ganz entziehen und sind auf Schutzmaßnahmen dringend angewiesen“, so Bürgermeister Hermann Josef Schmidt.“

Materialbedarf für das Nähen von Mund-Nasen-Masken als Behelfsschutz:

  • festerer reiner Baumwollstoff wie zum Beispiel Bettlacken oder Geschirrhandtücher (waschbar bei mindestens 60 Grad)
  • elastisches Stoffgummiband (wie man es aus dem Nähbedarf als Saum- oder Hosengummi verwendet)

 

Die fertigen Mund-Nasen-Masken können im Rathaus in Tholey nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter (06853) 508-0 abgegeben werden und werden von dort dann kostenfrei weiterverteilt.

 Wer Masken nähen möchte beziehungsweise Fragen zu Material oder Nähvorgang hat, kann sich bei Marion Lambert melden: Tel. 0157- 34365368.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann auch Material spenden. Gebraucht werden insbesondere Schrägband und Nahtband. Spender können sich ebenfalls an Marion Lambert wenden.

HIER gibt es eine Nähanleitung.