30 Jahre Kinderrechte – Workshops mit den Vorschulkindern sind gestartet!
23. Januar 2020
Neujahrsempfang für das Bohnental
23. Januar 2020

Klimawandel und Borkenkäfer setzen dem Wald zu Gemeinde bekommt 9.000 Euro vom Umweltministerium, um die Folgen abzumildern

Der Klimawandel und die damit verbundenen Folgen sind auch in der Gemeinde Tholey spür- und sichtbar.

Konkret zeigt sich dies beispielsweise am Wald, der unter der extremen Hitze und der damit einhergehenden sprunghaften Vermehrung des Borkenkäfers leidet.

Betroffen sind v.a. Fichten, die beim Borkenkäferbefall umgehend gefällt werden müssen.

Um zumindest die damit verbundenen finanziellen Folgen abzumildern, hatte die Gemeinde Tholey beim saarländischen Innenministerium eine Zuwendung aus Mitteln des Bundes und Landes „zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald“ beantragt.

Umweltstaatssekretär Sebastian Thul konnte dazu jetzt einen symbolischen Scheck über 9.000 Euro an Bürgermeister Hermann Josef Schmidt überreichen.

Wie Revierförster Bernhard Paul dabei erklärte, haben sich seit dem extrem heißen und trockenen Sommer 2018 bei uns die verschiedenen Borkenkäferarten, v.a. aber der Buchdrucker, extrem vermehrt. Infolgedessen mussten ab Mitte 2018 sehr viele Fichten, die wegen Käferbefall abgestorben waren, geerntet werden.

„Im Jahr 2018 wurden im Gemeindewald Tholey 1060 Kubikmeter Käferholz genutzt. In 2019 waren es schon 1966, die eingeschlagen wurden. Im Januar 2020 sind bereits 524 Kubikmeter Käferholz geerntet. Weitere ca. 1.600 Kubikmeter müssen noch gehauen werden. Wenn diese Massen geerntet sind, ist bereits im Frühjahr 2020 der für das Jahrzehnt 2015-2024 vorgesehene Fichteneinschlag erfüllt“, so der Förster.

Nach dem sehr warmen Sommer 2003, der ebenfalls zu Massenvermehrungen der Buchdrucker führte, brachen nach seinen Angaben der Käferbestand erst nach vier bis fünf Jahren zusammen. Darum müsse also auch jetzt mit weiteren starken Verlusten von Fichtenflächen gerechnet werden. „Buchdrucker fliegen ab etwa 16 Grad Lufttemperatur. Darum müssen wir ab April, spätestens Mai, mit Neubefall rechnen. Ein nass-kühler Witterungsverlauf würde die Vermehrung und Entwicklung der Jungkäfer verzögern und wäre für unseren Wald optimal. Sollten weitere Extremsommer folgen, mit denen aufgrund des Klimawandels zu rechnen ist, wird die Baumart Fichte in unseren Wäldern aber weitestgehend verschwinden“, prognostiziert Bernhard Paul

Klimawandel und Borkenkäfer setzen dem Wald zu Gemeinde bekommt 9.000 Euro vom Umweltministerium, um die Folgen abzumildern" data-info-url="http://ct.de/-2467514" data-backend-url="https://www.tholey.de/wp-content/plugins/shariff-sharing/backend/index.php" data-temp="/tmp" data-ttl="60" data-service="" data-services='["facebook","info"]' data-image="" data-url="https://www.tholey.de/2020/01/23/klimawandel-und-borkenkaefer-setzen-dem-wald-zu/" data-lang="de" data-theme="color" data-orientation="horizontal">