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Ein „iwwergudder Besuch“ Dom Jacinto Bergmann und Nelson Martiny zu Gast in der Gemeinde Tholey

Ungewöhnlich ist es schon lange nicht mehr, dafür aber jedes mal umso außergewöhnlicher und vor allem herzlicher: Brasilianischer Besuch in den Gemeinden Tholey und Nohfelden. So haben sich auch zu Beginn des Jahres mit Erzbischof Dom Jacinto Bergmann und Nelson Martiny wieder zwei Südamerikaner auf die Reise ins Saarland gemacht, um die Stätten ihrer Vorfahren, die einst in die südbrasilianische Region Rio Grand do Sul ausgewandert waren, zu erkunden. Während ihres Besuchs, der noch bis Ende des Monats andauern wird, wurden sie von Gabi und Franz Dewes aus Theley aufgenommen, die  bereits seit vielen Jahren mit Jacinto Bergmann befreundet sind und in deren Haus brasilianische Gäste immer herzlich willkommen geheißen werden.

Bürgermeister Hermann Josef Schmidt begrüßte Dom Jacinto Bergmann und Nelson Martiny in der vergangenen Woche im Tholeyer Rathaus. Nach einer kurzen Vorstellung der Bauarbeiten in der Benediktinerabtei St. Mauritius und einer Stippvisite der Gemeindeverwaltung ging es weiter zum Erlebnisbad Schaumberg und zum Schaumbergplateau. Am gleichen Tag statten sie auch dem Amtskollegen Hermann josef Schmidts in Nohfelden, Bürgermeister Andreas Veit, einen Besuch ab.

Bekräftigt wurde bei dem Treffen erneut, dass die durch die räumliche Nähe von Feliz und Alto Feliz auf der einen Seite sowie der Gemeinden Nohfelden und Tholey auf der anderen Seite bei den Besuchen gemeinsame Programme in Europa wie in Südamerika auf die Beine gestellt werden sollen.

Hermann Josef Schmidt war hocherfreut über den Besuch. „Immer, wenn wir auf Menschen aus Brasilien treffen, wird die Stimmung herzlich und außergewöhnlcih. Das haben wir erfahren, als die Partnerfamilien aus  Alto Feliz vor zwei Jahren in der Gemeinde Tholey zu Gast waren, aber vor allem, als wir mit unseren Partnerfamilien vor einem Jahr in der Region Rio Grande do Sul unterwegs waren. Es sind immer Begegnungen der besonderen Art und ich freue mich jedes mal auf´s Neue, wenn ich Gäste aus Brasilien willkommen heißen darf“, so der Bürgermeister.

Bis auf wenige Tage ist der Terminkalender der beiden Gäste voll gespickt mit Besichtigungen und Besuchen. So waren Jacinto Bergmann und Nelson Martiny bereits in der Moselgemeinde Mertesdorf sowie in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Weitere Besuchsziele neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Tholey sind Mettlach und Luxemburg sowie ein mehrtägiger Besuch der Stadt Rosenheim.

Dom Jacinto Bergmann ist in der Gemeinde Tholey längst bekannt. Die Vorfahren seiner Eltern sind aus Theley nach Brasilien ausgewandert. Er wurde am 29. Oktober 1951 in Alto Feliz, Rio Grande do Sul geboren und 1976 zum Priester geweiht. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn im Juli 2002 zum Weihbischof von Pelotas und am 15. Juni 2004 wurde er  Bischof der Diozöse Tubarão. Nach seiner Ernennung durch Papst Benedikt XVI. kehrte er am 1. Juli 2009 als Bischof zurück nach Pelotas. Mit der Erhebung zum Erzbistum am 13. April 2011 wurde er zum Erzbischof von Pelotas ernannt. Dom Jacinto Bergmann ist ein Cousin von Kardinal Odilo Pedro Scherer, dem Erzbischof von Sao Paulo, dessen Wurzeln ebenfalls ins Schaumberger Land zurückgehen und der als ein aussichtsreicher Kandidat bei der Wahl zur Nachfolge von Papst Benedikt XVI. gehandelt wurde.

Nelson Martiny ist stellvertretender Bürgermeist von Feliz, der brasilianischen Partnergemeinde Nohfeldens. Vielen hierzulande ist der Name Martiny bereits ein Begriff denn der Bruder Nelson Martinys, Fernando, war mit seiner Familie und auch als ursprünglicher Wegbegleiter der Partnerschaftsvorbereitungen zwischen der Gemeinde Tholey und Alto Feliz in den vergangenen Jahren desöfteren in der Schaumberg-Gemeinde. Nelson Martiny ist verheiratet und hat 4 Kinder. Martinys Vorfahr war sein Urgroßvater Johann Schütz aus Theley. So wie Fernando Martiny den Begriff „iwwerscheen“ in den Wortschatz der deutsch-brasilianischen Beziehungen eingebracht hat, so hat auch Nelson Martiny eine klare Wertung zu den landschaftlichen, kulturellen und persönlichen Erlebnissen hier vor Ort formuliert: „Iwwergudd“ hat es ihm nämlich gefallen und so wird er seinen ersten Besuch mit den besten Erinnerungen mit nach Südbrasilien nehmen.

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