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Handwerk im Mittelpunkt des Unternehmerfrühstücks

„Die Zukunft des Handwerks“ stand im Mittelpunkt des „4. Tholeyer Unternehmerfrühstücks“ von Wirtschaftsförderung, Gemeinde Tholey und Gewerbeverein Schaumberg im „Tablinium“ des Erlebnisbades Schaumberg . „Es gibt zu wenig Handwerker und zu wenig Nachwuchskräfte für das Handwerk“, mahnte Bürgermeister Hermann Josef Schmidt. Dabei seien Handwerksberufe sehr attraktiv, würden immer moderner und digitaler.
Hans-Josef Scholl, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung“ bestätigte dies: „Der Landkreis St. Wendel hat die höchste Handwerksdichte im Saarland. Das Handwerk im Kreis bietet 7000 Arbeitsplätze und bietet beste Zukunftsperspektiven.“
Um die Zukunft, speziell um die junger Menschen, geht es auch dem 1984 gegründeten „Ausbildungs- und Fortbildungsförderverein (AFFV), den Bernhard Schmidt vorstellte. Der Verein kümmert sich um Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz finden. Aktuell kämen, so Schmidt, mit dem Zuzug von Migranten und EU-Zuwanderern weitere und neue Aufgaben auf den Verein zu. Hier ist man bei der schnellen Integration und dem Weg in Arbeit und Ausbildung unterstützend tätig. Der Verein betreut derzeit 52 Auszubildende, darunter 19 Migranten. Etliche dieser Jugendlichen absolvieren ihre Ausbildung in Handwerksbetrieben der Region.
Mit der im August gestarteten Kampagne „Hände hoch fürs Handwerk“ sollen die guten Berufsperspektiven im Handwerk, die sich etwa in den Bereichen Energieeffizienz, energetische Gebäudesanierung sowie erneuerbaren Energien ergeben, stärker in das Bewusstsein von Schülern gerückt werden. Ziel ist, so Stephan Kunz von der Wirtschaftsförderung, ein regionales Netzwerk zwischen Schulen und Handwerksbetrieben aufzubauen. „Durch direkte Ansprache und Aktionen in den Schulen wollen wir junge Menschen für das Handwerk und eine handwerkliche Ausbildung sensibilisieren. Gemeinsam mit jungen Handwerkern planen und verwirklichen die Schüler Schritt für Schritt einzelne Projekte, wie zum Beispiel den Bau von Longboards. Dies reicht von der Detailzeichnung, der Materialbeschaffung bis hin zum Schmirkeln und Lackieren“, erläuterte Kunz. Über moderne Kommunikationsmedien und Einstellung von kurzen Videos oder Fotos dieser Teamarbeit wolle man viele Jugendliche erreichen und so von der Attraktivität des Handwerks überzeugen.
Sabine Dorsch stellte mit „Digitale Transformation“ ein weiteres Projekt vor, das die Wirtschaftsförderung im Rahmen von „Land(auf)Schwung“ umsetzt. Kleineren und mittleren Unternehmen fehle oft das Bewusstsein für die strategische Bedeutung der Digitalisierung. Zudem mangele es oft an Know-how oder an den personellen und finanziellen Ressourcen, um Digitalisierung, Datenschutz und Datensicherheit voranzubringen. „Sprechen Sie die Wirtschaftsförderung an, wir helfen Ihnen gerne“, versprach Sabine Dorsch.
Info: Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land e.V. , Tel. 06851 / 903-100