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Bohnentalausflug führte zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald und nach Idar-Oberstein

In den benachbarten Hunsrück, genauer gesagt zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald und nach Idar-Oberstein, führte der diesjährige Bohnentalausflug.

Im Rahmen des interkommunalen Bohnentalprojektes war dies bereits die vierte gemeinsame Tagestour, wie Bürgermeister Hermann Josef Schmidt bei der Begrüßung der knapp 50 Teilnehmerinnen in Teilnehmer informierte.

Dieser Ausflug hatte aber nicht nur Unterhaltungscharakter: 

Im Mittelpunkt stand das Kennenlernen des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, der als 16. deutscher Nationalpark an Pfingsten 2015 eröffnet wurde.

Wie die Gäste aus dem Bohnental bei einer rund zweistündigen geführten Wanderung erfuhren, erstreckt er sich auf über 10.000 Hektar über Teile der Verbandsgemeinden Hermeskeil (Landkreis Trier-Saarburg), Thalfang am Erbeskopf (Landkreis Bernkastel-Wittlich), Birkenfeld und Herrstein (Landkreis Birkenfeld) sowie der Gemeinden Morbach (Landkreis Bernkastel-Wittlich).

Von der Gesamtfläche liegen auch etwa 986 Hektar innerhalb des Gebietes der Gemeinden Nohfelden und Nonnweiler und damit im Landkreis St. Wendel.

Im größten Teil der Fläche des Nationalparks sollen Natur und Landschaft der natürlichen Entwicklung überlassen werden, also wieder zur Wildnis werden.

Dazu gibt es so genannte „Wildnisbereiche“, die schon der Natur überlassen sind, und „Entwicklungsbereiche“, die innerhalb von 30 Jahren zu Wildnisbereichen werden sollen. Umgeben sind diese Bereiche von einer sogenannten Pflegezone, die negative Wirkungen von der Naturzone auf die Umgebung (z. B. Ungezieferbefall) oder negative Wirkungen aus der Umgebung auf die Wildnis (z. B. Insektizidnebel) abpuffern soll.

In der „Historischen Weiherschleife“ in Idar-Oberstein konnten die Bohnentäler erfahren, wie mühsam einst die Bearbeitung der Edelsteine war, für die die Hunsrückstadt berühmt ist:

Seit dem 15. Jahrhundert wurden die heimischen Edelsteinvorkommen in sogenannten Schleifmühlen verarbeitet. Mehr als 180 davon waren einst im Betrieb.

Die „Historische Weiherschleife“ war mit Unterbrechungen bis 1945 in Betrieb. Sie drohte dann zu zerfallen, wurde aber 1953/54 restauriert. Nach einer erneuten Renovierung und teilweise Erneuerung in den Jahren 1996/97 ist sie heute wieder für Besichtigungen geöffnet. Sie ist die letzte mit Wasserrad angetriebene Achatschleifmühle am Idarbach.

An großen Sandstein-Schleifrädern wurde den Besuchern live die Verarbeitungsweisen früherer Jahrhunderte gezeigt. Einen Großteil ihrer beschwerlichen Arbeit verrichteten die Schleifer bäuchlings auf sogenannten „Schleifenkippstühlen“ liegend.