Bekanntmachung der 1. Änderung der Satzung über die Erhebung einer Hundesteuer in der Gemeinde Tholey
26. Juli 2019
Brasilianischer Folkloretanz und Jugendmusikorchester
1. August 2019

Botanische Exkursion zwischen Johann-Adams-Mühle und Hofgut Imsbach

Trotz 38 Grad Schattentemperatur fanden sich 23 wetterabgehärtete Freundinnen und Freunde der Botanik vor der Johann-Adams-Mühle ein, um mit dem Leiter des Zentrums für Biodokumentation in Landsweiler-Reden, Dr. Andreas Bettinger, die lokaltypische hochsommerliche Flora zu ergründen. Bereits gegenüber dem Parkplatz der Mühle war der Experte in einer feuchten Mädesüß-Flur gleich in seinem Element. Entlang des weiteren Weges in Richtung Imsbach erregten u.a. mehrere teils für Tiere, teils auch für Menschen ungesunde Pflanzen, wie Jakobskreuzkraut, Zwergholunder oder Eibe, die Aufmerksamkeit der Mitwanderer. Dr. Bettinger: „Die Natur hält im Eigeninteresse viel Giftiges vor, das sollte uns Menschen jedoch nicht vor ihr abschrecken oder gar beängstigen. Vom Menschen Geschaffenes, wie z.B. das Auto, ist gefährlicher!“ Im lichtdurchfluteten Wald des Augsberges (Foto) entdeckte der Referent gleich vier verschiedene Farnarten auf relativ engem Raum: den „Gewöhnlichen Wurmfarn“, den „Dornigen Wurmfarn“, den „Frauenfarn“ sowie den „Adlerfarn“, der ein äußerst beliebter Lebensraum für Zecken ist. Ein aktuelles Thema, die Erderwärmung, mache insbesondere der Fichte, die kein heimisches Gewächs ist, zu schaffen, wobei der Borkenkäfer nur ein Symptom sei. Über eine so genannte artenreiche Fettwiese führte die Exkursionsstrecke schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt. Mit reichlich Applaus bedankten sich die Teilnehmer bei Dr. Andreas Bettinger für die sehr interessante Tour mit hierbei rund 80 entdeckten und besprochenen Pflanzenarten.