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Gelebte Freundschaft Überroth-Niederhofen und Sibratsgfäll feiern 50-jährige Partnerschaft

Seit genau 50 Jahren besteht die offizielle Partnerschaft zwischen Sibratsgfäll im österreichischen Vorarlberg und Überroth-Niederhofen.

Gefeiert wurde dieses besondere Jubiläum zwei Tage lang im Rahmen des Überrother Dorffestes, zu dem Bürgermeister Hermann Josef Schmidt, Ortsvorsteher Andreas Groß und Christian Klesen, der Vorsitzende der Überrother Vereinsgemeinschaft, fast 50 Gäste aus Sibratsgfäll, angeführt von Bürgermeister Martin Bereuter, zu Klängen des Musikvereins Scheuern begrüßen durften.

Sibratsgfäll hat 400 Einwohner und das zeigt, wie sehr die Partnerschaft gelebt wird“, zeigte sich Hermann Josef Schmidt beeindruckt von dieser Zahl.

Herbert Schug, der frühere Ortsvorsteher von Überroth-Niederhofen und einst ein Mitinitiator der Partnerschaft, ging auf deren Anfänge in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein:

Es war im Sommer des Jahres 1967, als eine Gruppe mit 37 Jugendlichen aus dem gesamten Bohnental der katholischen Jugend Scheuern zum ersten Mal nach Vorarlberg aufbrach. Die ersten Kontakte hatte der damalige Pfarrjugendführer Gerd Scherer geknüpft, der die Fahrt auch leitete.

Diese stand zunächst unter keinem guten Stern:

In Sibratsgfäll gab es damals noch keine asphaltierte Straße und der eigentlich zugedachte Zeltplatz stand dann auch noch unter Wasser. Man konnte dank der Hilfe des damaligen Bürgermeisters jedoch auf einen anderen Platz ausweichen und das Zeltlager wurde schließlich ein voller Erfolg. Bereits im gleichen Jahr gab es einen Gegenbesuch der Vorarlberger im Bohnental. Es entstanden einige Freundschaften nicht nur unter den Jugendlichen:

Den Bus fuhr bei der ersten Fahrt mit Rudi Henkes der damalige Bürgermeister von Überroth-Niederhofen, der sich mit seinem Amtskollegen Josef Natter so gut verstand, dass im Jahr 1969 bereits eine offizielle Partnerschaft zwischen Sibratsgfäll und Überroth-Niederhofen besiegelt wurde.

Seitdem gibt es einen regen Kontakt zwischen beiden Orten und mit den Feiern zum 50-jährigern Bestehen der Partnerschaft erlebte diese Freundschaft sicherlich einen echten Höhepunkt:

Für ihr Dorffest hatte sich die Überrother Vereinsgemeinschaft, die in diesem Jahr ebenfalls ihr 50-jähriges Bestehen feiert, nämlich wieder einmal mächtig ins Zeug gelegt und ein tolles Programm auf die Beine gestellt, das natürlich ganz im Zeichen der Partnerschaft stand:

So beteiligte sich auch die Feuerwehr aus Sibratsgfäll an einem Wettbewerb, bei dem Löschbezirke aus der Gemeinde Tholey bei einem Fünf-Kampf einen Gewinner suchten. Auf dem Siegerpodest landeten dabei die Gäste aus Österreich.

Den Siegerpokal durften sie von Staatssekretär Stephan Kolling in Empfang nehmen.

Im Anschluss an eine Heilige Messe, zelebriert von Kooperator Karl Michael Fuck und gesanglich gestaltet vom MGV Überroth-Niederhofen im Dorfgemeinschaftshaus, gab es einen Festzug in den „Betzem“, wo der Musikverein aus Sibratsgfäll zum Frühschoppen aufspielte.

Auf dem Besuchsprogramm der österreichischen Gäste standen zudem Besichtigungen des Schaumbergs, der Johann-Adams-Mühle sowie der neo-barocken Pfarrkirche „St. Katharina“ in Scheuern.

Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft war das Pflanzen einer Roteiche im Betzem als Zeichen der Freundschaft sowie die Unterzeichnung einer Urkunde durch die Bürgermeister Hermann Josef Schmidt, Martin Bereuter und Ortsvorsteher Andreas Groß. Mit dieser Urkunde besiegeln Überroth-Niederhofen und Sibratsgfäll erneut ihre Partnerschaft mit dem Versprechen, diese auch in Zukunft zu pflegen.

Mit Günter Ames, Hans Gerd Schug und Alfons Jakobs aus Überroth-Niederhofen und dem früheren Sibratsgfäller Bürgermeister Reinhold Walser bekamen verdiente Kommunalpolitiker Kopien der Urkunden, die 1969 als Gemeinderatsmitglieder an der ersten Besiegelung der Partnerschaft beteiligt waren.

Zudem erhielt Anni Aatz für ihren bereits verstorbenen Vater Rudi Henkes und Christian Natter für seinen ebenfalls nicht mehr unter den Lebenden weilenden Großvater Josef Natter eine Kopie.

Das Original der Urkunde wird seinen würdigen Platz im großen Sitzungssaal des Tholeyer Rathaus finden.

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