Wichtige Arbeit geleistet
5. Juli 2019
Folkloretanzgruppe und Musikorchester aus Rio Grande do Sul
11. Juli 2019

Drei Bergweiler Kapellen aus kulturhistorischer, religiöser und spiritueller Sicht erwandert

Auf öffentliche Einladung der Evangelischen Akademie Saar und der Gemeinde Tholey wanderte am vergangenen Sonntag eine an ihrer teils nahen, teils weiteren Heimat und deren kulturhistorischen Kleinode interessierte Gruppe unter Führung von Klaus Linnenbach, Theley, zu den drei Kapellen von Bergweiler. Beginnend in dem im Jahre 1784 in der Dorfmitte unter dem Patrozinium des Heiligen Erasmus erbauten Kirchleins, informierte der gebürtige Bergweiler Referent hier sowie auch an den beiden weiteren Kapellen sehr detailliert über die Zeiten, Motive und Hintergründe ihrer Entstehung, deren weitere Geschichte bis zur Gegenwart sowie über die Innenausstattungen der Sakralbauten. Die Ortslage verlassend führte der Weg zunächst zu dem im Himmelbergwald idyllisch gelegenen Heiligenhäuschen. Die aus dem Jahre 1720 stammende Marienverehrungsstätte, deren Ursprung auf die gemäß Volksmund heilbringende Wirkung des Quellwassers des unmittelbar neben der Kapelle gelegenen Erzbrunnens zurückgeht, ist bis heute ein viel besuchter Pilger- und Wallfahrtsort. Sowohl für organisierte Prozessionen als auch für Kleingruppen und Einzelpersonen ist sie ganzjährig, insbesondere im Marienmonat Mai, Anlaufstelle für Gebet, Andacht und Besinnung. Die wunderschöne von Wiesen und Mischwald geprägte Landschaft auf dem Holzenberg und dem Jungenwald genießend, wanderte die muntere Gruppe durch den Ortsteil „Lachmühle“ und nahm nach Überquerung der Theel den Aufstieg zum Blasiusberg in Angriff. Am höchsten Punkt angekommen, präsentierte sich das sprichwörtliche Highlight der Wanderung, die Blasiuskapelle, im gleißen Sonnenlicht. Zu dem seit Mitte des 13. Jahrhunderts untrennbar mit der Geschichte der Benediktiner Abtei Tholey verbundenen Wallfahrtskirchlein wusste Klaus Linnenbach viel Interessantes und Wissenswertes über die sich während der Jahrhunderte verändernden Baustile, die einzelnen Patrozinien, die Altäre, den Kreuzweg, aber auch über frühere Prozessionen zur sowie Jahrmärkte um die Kapelle zu berichten. Nach kurzem, schnellem Abstieg war man schließlich wieder am Ausgangspunkt in der Dorfmitte angelangt. Um viele Wissensauffrischungen und noch mehr Neuwissen bereichert konnten die sichtlich und vernehmbar mit der Wahl ihrer Sonntagsgestaltung zufriedenen 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Heimweg in die unterschiedlichsten Orte des Saarlandes antreten.