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„Niemals verließ ich den Hügelring“ Tour de Culture-Radtour war erneut ein voller Erfolg

Rund 30 Radbegeisterte hatten sich vergangene Woche in Hasborn-Dautweiler zusammengefunden, um an der Tour de Culture-Radtour unter dem Motto „Johannes Kühn“ teilzunehmen. Die Radbegleiter vom TuS-Peterberg und der belesene Guide Peter Schneider fuhren sozusagen eine „Hommage an den berühmten Dichter“ über die Wanderpfade des Poeten. Johannes Kühns Dichtung und Verse verwoben sich wunderbar mit den Frühlingsbildern der Hasborner Hügel. Nach der Premiere einer „Stadtrundfahrt“ durch die Gassen des Dorfes, ging es am „Eckstein- Denkmal“, am Marktplatz, am neuen Stahl-Denkmal und an der Kirche in der Dorfmitte vorbei. Weiter am Wohnhaus Johannes Kühns mit Schwester Martina davor: „Der Johannes ist beim Huddi!“ – über den Friedhofspfad zum Garten der Patentante des Guides „Oma Lena“ (Magdalena Schneider, geborene Scholl) vorbei. Weiter und weiter über Land zum Wortsegel – dort mit Anekdoten aus dem Literaturbetrieb von Klaus Behringer, Vorsitzender des Saarländischen Schriftstellerverbandes, zum Schmunzeln gebracht – flossen die Radler bei optimalem Wetter durch Wiesen, Wälder und Felder. Nur einmal verließ man den Hügelring bei Thalexweiler, dem Wohnort von Benno und Irmgard Rech, den besten Freunden Johannes Kühns. Jedes neue Panorama eröffnete auf den 32 Kilometern neue Aussichten und frische Einsichten in die Dichtkunst mit den Zitaten aus „Hügelland“ und „Bauernwagen“ auf der Höhe von Dörsdorf. Rüdiger Holz beschrieb im weiteren Verlauf die Erschaffung der ersten Wasserversorgung von 1904 und erklärte den Begriff „Krane-Wasser“. Nach der Brachmannswiese und dem „Zeppelsborre“ zogen die Biker vorbei an „Zikaden“ hinterm Allerwald und am Johannes Kühn-Stein. Es war so spannend und lyrisch, dass die Gruppe nach fast drei Stunden abkürzen musste, so dass am Wasserweg das letzte Gedicht zu hören war:

Den begeisterten Radlern „fiel dann die gelbe Sonne, ins gelbe Bier“ und der absolute Höhepunkt war dann „der Winkelgast“, denn der gefeierte Dichter Johannes Kühn kam Punkt fünf und gab den Radlern die Ehre und sein Signet auf würdiges Blatt Papier. So hatten alle an diesem unvergesslichen Ausflugs-Tage, den Lohn ohne Frage, aus Papier, Stift, Bier, Zigarre und Natur. Pur. „So macht Heimat Spaß!“

Foto: Marion Schmidt