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Daniel Klesen berichtete von seiner Reise „Per Anhalter um Welt“

Riesengroßer Andrang herrschte am vergangenen Freitag in der Heldenrechhalle Sotzweiler, wo Weltenbummler Daniel Klesen aus Bergweiler seinen Vortrag per „Anhalter um die Welt“ präsentierte.

Zwei Jahre lang hatte er sein weiches Bett und sein Büro  gegen einen aufregenden Alltag in 40 verschiedenen Ländern ausgetauscht  und dabei viel erlebt. Seinen Bildervortrag mit wunderbaren Landschaftsaufnahmen ergänzte er live mit vielen Anekdoten und Geschichten, die den mehr als dreistündigen Vortrag sehr unterhaltsam machten. Er berichtete  den rund  300 Zuhörern von Nächten unter dem grünen Himmel Norwegens, Tagen in der kahlen Einöde Sibiriens, verlassenen Inseln im Pazifischen Ozean, über afrikanische Wüsten, Berggipfel in Kirgistan und Rastplatz-Toiletten in der Schweiz, bis hin zu Nächten mit Obdachlosen in Tansania, Polizeistationen in Südafrika oder von einer Nach, eingesperrt in einem alten Kriegsschutzbunker in Schweden.

Bei seinen Reisen hat er die Gastfreundschaft von 150 Familien erfahren, die ihn aufgenommen und bewirtet haben. „Per Anhalter zu reisen, ist keineswegs gefährlich“, betonte Daniel Klesen gleich zu Anfang. Und es ist  möglich, mit einem kleinen Budget die Welt zu bereisen. Aber es ist auch nicht nur romantisch. Man lernt viele nette und interessante Menschen kennen, muss aber auch mit widrigen Bedingungen klarkommen. Mit einer stundenlangen Wartezeit an einer schattenlosen Straße, wo er auf das nächste Auto wartete, das ihn mitnehmen sollte.  Aber dafür wurde er entschädigt von anderen Autofahrern, die sogar Umwege für ihn machten und Kosten für ihn übernahmen und durch viele ganz außergewöhnliche Zeltplätze, in menschenleerer Umgebung mit traumhaften Aussichten.

Passend zum Vortrag hatte der 29jährige sein olivgrünes Zelt aufgebaut und seinen Rucksack mitgebracht, beide Utensilien haben ihn während  seiner 5000 Kilometerlangen Reise durch Europa, Afrika und Asien begleitet hatte.

Daniel Klesen hatte auf einen Eintritt verzichtet, stattdessen hat er um eine Spende für ein soziales Projekt in Afrika gebeten, das auf seiner Reise kennengelernt hatte.  Er freute sich riesig über die tolle Summe, die am Ende in der Spendenbox landete : rund 1300 €. Dieser Erfolg motivierte ihn so, dass er sich entschloss, noch weitere Vorträge anzubieten um seine besondere Weltreise den Menschen näher zu bringen