In Hasborn werden neue Gewerbeflächen erschlossen
12. April 2019
Badsanierung beginnt am 29. April und liegt im Kostenrahmen
12. April 2019

Wie mit dem Klimawandel umgehen? KAN-T philosophiert nicht, sondern schafft Fakten

Der Klimawandel macht auch vor der Gemeinde Tholey nicht halt.
Um mögliche Folgen und potenzielle Gefahren durch den Klimawandel zu identifizieren, wird die Gemeinde Tholey aktiv durch das Projekt KAN-T unterstützt.
Hierauf aufbauend werden vorbeugende Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel ausgearbeitet und umgesetzt. Kern des Projekts ist die Schaffung eines Klimaanpassungsnetzwerks.
Getreu dem Zitat des deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) „Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es!“ wird sich die Gemeinde Tholey in den nächsten drei Jahren aktiv mit den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen.
Hierzu gab es im Rathaus der Gemeinde Tholey die interne Auftaktveranstaltung zu dem Projekt „KAN-T: Schaffung eines KlimaAnpassungsNetzwerks in der Gemeinde Tholey, so Bürgermeister Hermann Josef Schmidt, zum proaktiven Umgang mit den Folgen des Klimawandels“.
Zusammen mit dem Landkreis St. Wendel, der IZES gGmbH und dem Saar-Lor-Lux Umweltzentrum befasst sich die Gemeinde Tholey in dem BMU-Projekt mit dem Klimawandel und dessen Folgen. Unwetter mit Starkregen und Sturm, aber auch langanhaltende Hitzeperioden mit großer Trockenheit treten immer häufiger auf und werden immer extremer.
Herausforderungen, die sich für die Gemeinde Tholey aus dem Klimawandel ergeben, werden im Projekt KAN-T herausgearbeitet, um sukzessive Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel entwickeln und umsetzen zu können. Für die Gemeinde Tholey wurden die drei Handlungsfelder – Wasser, Bauwesen und kommunale Planung – als besonders relevant definiert. Da der Klimawandel kein lokales Phänomen ist, beteiligt sich auch der Landkreis St. Wendel im Hinblick auf einen möglichen Ergebnistransfer in andere Kommunen von Anfang an aktiv an dem Projekt.
Zunächst wird die Gemeinde Tholey auf ihre Verwundbarkeit hinsichtlich des Klimawandels analysiert. Diese so genannte Vulnerabilitätsanalyse beinhaltet u. a. die Erstellung einer Starkregengefahrenkarte. Hierauf aufbauend wird unter Beteiligung aller relevanten Akteure eine Klimawandelanpassungsstrategie für die Gemeinde erarbeitet. Partizipativ werden für die einzelnen Handlungsfelder konkrete Anpassungsmaßnahmen und -aktivitäten entwickelt. Je Handlungsfeld soll mindestens eine Maßnahme innerhalb der Projektlaufzeit umgesetzt werden.
Ein bedeutendes Ergebnis des Projekts ist die Schaffung eines Klimaanpassungsnetzwerks. Schlüsselakteure wie bspw. kommunale Vertreter*Innen (Ämter/ Behörden), Fachplaner*Innen, Ingenieure*Innen und Architekt*Innen, Organisationen des Zivil- und Katastrophenschutzes, Handwerksbetriebe und -verbände etc. werden miteinander in Austausch gebracht und vernetzt. Über das Klimaanpassungsnetzwerk sollen weitere Akteure aber auch die Bürgerinnen und Bürger informiert und sensibilisiert werden, um so ein tieferes Bewusstsein für die Thematik der Klimawandelanpassung zu schaffen. Ferner wird das Klimaanpassungsnetzwerk die Aktivitäten auch über das Projektende hinaus fortführen.
Das Projekt KAN-T läuft bis Dezember 2021 und wird im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie durch die Bundesrepublik Deutschland, Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, gefördert.