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Hasborn-Dautweiler

Blickt man vom Schaumberg in nordwestlicher Richtung, so bietet sich dem Betrachter ein landschaftlich reizvolles Bild. Beweidete Berge umrahmen das schöne Brühltal. In ihm liegt, zum Teil hinter sanften Hügeln versteckt, der aufstrebende Ort Hasborn-Dautweiler mit seinen rund 2800 Einwohnern. Er ist geographischer Mittelpunkt der Gemeinde Tholey.

Seine besonderen baulichen Merkmale sind die im Jahre 1904 errichtete neugotische Kirche, das in Fachwerkausführung, moselfränkischen Stils gehaltene Pfarrhaus sowie das unter Denkmalschutz stehende Alte Rathaus.
Schon Kelten, Römer und Franken schätzten die sonnige, windgeschützte Lage und siedelten an den sanften Abhängen, wie zahlreiche Bodenfunde aus der Latene-, der gallo-römischen und der merowingischen Zeit bezeugen, was auch der jüngste Keltische Grabfund beweist.

Besonders erwähnenswert und historisch bedeutsam sind die auf der Gemarkung vorhandenen und in ihrer Ursprungsform größtenteils erhaltenen keltischen und römischen Höhenstraßen. Sie sind heute Teil des gallo-römischen Saar-Lor-Lux Kulturwanderweges. Rechts und links dieses Weges wandert man in angenehmer Höhenlage vorbei an den stummen Zeugen und Relikten vergangener Epochen.

Bereits im Jahre 974 n. Chr. beurkundete Bischof Wigfried von Verdun die Übergabe der Kirche in Hannocherbrunn (Hasborn) an das Benediktinerkloster St. Paul in Verdun. Die Ritter Gerlach und Wilhelm von Schwarzenburg schenkten im Jahre 1279/80 das Patronatsrechts ihrer Kirche in Hasborn dem Kloster Fraulautern. Die Bewohner wurden schon mehrere Jahrhunderte früher als alle Nachbargemeinden von der Leibeigenschaft befreit. Lebensgrundlage der Bewohner bildeten bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts Ackerbau und Viehzucht. Auch wurden Fuhrdienste für die nahe gelegene Mangan-Erzgrube Krettnich durchgeführt. Durch die Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Trier und dem Adelsstift Fraulautern hatten sie Freiheiten und Begünstigungen, die keine andere Gemeinde der Umgebung hatte.

Durch die Verlegung der Stumm’schen Eisenwerke vom Hochwald an die Blies und Saar im 19. Jahrhundert und dem daraus resultierenden enormen Kohlebedarf ergaben sich für die stark wachsende Bevölkerung neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Mit dem sog. „Bergmanns-Bauer“ bildete sich ein neuer Berufsstand heraus. Während der Mann die ganze Woche über „auf der Grube“ arbeitete, musste die Frau mit ihren Kindern die schwere Feldarbeit verrichten. In Hasborn-Dautweiler hatte jede Familie ab 1809 einen Grundbesitz. Dadurch waren unsere Bergleute auch krisengeschützt und nicht nur lohnabhängig. Es war kein Zufall, dass der Gründer des Rechtschutzvereins und Bergarbeiterführer Nikolaus Warken, gen. Eckstein, aus Hasborn die Saarbergleute gegen Ungerechtigkeit mobilisierte und den ersten Streik ausrief, den 20.000 Bergleute befolgten.



In der 2. Hälfte des 20 Jahrhunderts waren die Bauunternehmung Backes und die Werkzeugfabrik Dowidat sowie weitere leistungsfähige mittelständische Betriebe eine sichere berufliche Grundlage und Haupteinnahmequelle für viele Hasborner. Die Nähe zur Autobahn, der A1, brachte dem Ort die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz.

Auch durch den sprichwörtlichen Fleiß der Bürger entstanden Neubaugebiete mit hohem Wohnwert und gemütlicher Atmosphäre.
Das im Jahre 2004 errichtete Seniorenwohnhaus mit seinen 72 Pflegeplätzen sowie der Wohnanlage für Betreutes Wohnen runden die gute Infrastruktur des Dorfes ab und schaffte neue sichere Arbeitsplätze.
Eine historische Informations- und Begegnungsstätte beinhaltet Objekte und Relikte aus der 2600 jährigen Geschichte.
Die Kulturhalle sowie moderne Sportanlagen bieten die Möglichkeit örtlicher wie überörtlicher kultureller und sportlicher Veranstaltungen.
Mehr als 45 in der Gemeinschaft der Ortsvereine zusammengeschlossene Vereine fördern die Geselligkeit, pflegen alte Traditionen und bereichern in hohem Maße das Gemeinschaftsleben. Gut geführte Speisegaststätten laden zur Rast und zum Verweilen ein.

 

 

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